Was ist Pinterest?

Noch ein Social Network? Pinterest ist eine in den USA zurzeit sehr beliebte Online-Plattform, die gerade damit beginnt, auch deutsche Nutzer zu interessieren. Bei Pinterest ist der Name Programm: “Pin” kommt von Pinnwand, “Interest” bedeutet Interesse. Gemeint ist, die eigenen Vorlieben an die virtuelle Pinnwand zu kleben und allen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Konkret bedeutet das, Bilder oder Videos vom eigenen Computer, aber auch solche, die man irgendwo im Netz findet, dank Pinterest an einer zentralen Stelle zu sammeln und mit den anderen Nutzern zu teilen. Wem dabei etwas in einem fremden Profil gefällt, der nimmt es sich – und heftet es an seine eigene digitale Pinnwand. So entstehen individuelle Collagen aus den vielfältigsten Themenfeldern.

Daraus entsteht dann die Community, denn Pinterest empfiehlt Nutzern, die sich beispielsweise Fotos ihrer Lieblingsstars auf die Pinnwand ziehen, andere Nutzer mit ähnlichen Interessen. Wem gefällt, was er sieht, nutzt dann die Verbindung zu Facebook, um dies öffentlich zu “liken”, und natürlich, um den Pinterest-Inhalt noch weiter zu verbreiten.

Und das gefällt offenbar ausgesprochen vielen Nutzern sehr gut, denn Pinterest kann seit seinem Start im Frühjahr 2010 auf ein enormes Wachstum zurückblicken. Elf Millionen Besucher wöchentlich nutzen den neuen Dienst laut Pinterest. Dazu trägt sicher auch bei, dass der Zugang reglementiert ist. Neue Nutzer müssen auf den Zutritt warten oder sich einladen lassen. Noch läuft Pinterest in der geschlossenen Beta-Phase. Experten erwarten ein noch größeres Wachstum, wenn sich Pinterest allen Nutzern ohne Beschränkung öffnet.

In Deutschland jedoch wird das nicht ganz unproblematisch sein. Das Urheberrecht ist streng, rechtlich geschütztes Material darf nicht ohne Weiteres verbreitet werden. Die Grundfunktion der Online-Pinnwand, also das nahezu ungehemmte Verteilen von Fotos und Videos, wird hierzulande nicht ohne die Gefahr von Abmahnungen funktionieren.

Dabei hat Pinterest einen Vorteil, den andere Social Networks nicht bieten: Es zieht offenbar Nutzer an, die bisher keine sozialen Netzwerke verwendet haben. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an Frauen, die den neuen Dienst nutzen. Gleichzeitig ist allerdings die Verweildauer der Nutzer auf Pinterest gering, und die Anzahl der nicht aktiven Nutzer – also jene, die beispielsweise aus Neugier erst einmal schauen, Pinterest dann aber nicht nutzen – relativ hoch.

Noch ist also unklar, wie sich Pinterest, gerade in Deutschland, entwickeln wird. Bisher ist der Dienst nur in englischer Sprache verfügbar, vorläufig soll sich daran auch nichts ändern. Diese Lücke haben einige Unternehmen erkannt – und bieten bereits Pinterest-Kopien an. Ob sich diese auf dem deutschen Markt etablieren können, bleibt abzuwarten.

Teil 2: Anleitung zu Pinterest – die wichtigsten Funktionen

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  1. Pinterest Fail: So sieht es aus, wenn DIY mal daneben geht! - Wohndesign Blog - 26. October 2012

    […] Das soziale Netzwerk Pinterest dürfte sich mittlerweile auch hierzulande einen Namen gemacht haben. In den USA ist die virtuelle Pinnwand schon recht populär, vor allem Frauen pinnen hier, was das Zeug hält. Wenn Sie sich fragen, was ist Pinterest eigentlich genau?, dann empfehle ich den gleichnamigen Artike… […]