Was ist Instagram?

Instagram ist in aller Munde und findet immer mehr Anhänger. Bei Instagram handelt es sich in erster Linie um eine Smartphone-App mit angeschlossenem sozialen Netzwerk, das sich voll und ganz auf Fotos konzentriert. Ein Erfolgsrezept, das für einen schnellen Aufstieg sorgte, der im April 2012, nur knapp 18 Monate nach dem ersten Erscheinen der App, darin gipfelte, dass sich Facebook den Kauf von Instagram eine Milliarde US-Dollar kosten ließ.

foto mit instagram cc qat644cc /Flickr

Die App Instagram erschien erstmalig am 06. Oktober 2010 in Apples App Store und war bis zum April 2012 ausschließlich für Apples iOS verfügbar. Am 03. April 2012 veröffentlichten die Entwickler eine Version für Googles mobiles Betriebssystem Android, die App ist damit aktuell für die beiden meistverbreiteten mobilen Betriebssysteme erhältlich. Besitzer eines Smartphones auf Basis von Windows Phone oder BlackBerry müssen bisher allerdings auf Instagram verzichten.

Das Wachstum von Instagram ist beeindruckend: Hatte man im Dezember 2010 noch eine Million registrierte Benutzer, waren es im Juni 2011 bereits fünf Millionen und nur einen Monat später sogar zehn Millionen Benutzer. Beim Kauf von Facebook im April 2012 waren 30 Millionen Menschen registriert, durch einen weiteren enormen Schub konnte man die Zahl nochmal deutlich ausbauen, so dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2012 bekanntgeben konnte, dass man mittlerweile über 100 Millionen registrierte Anwender habe.
Für alle Benutzer steht Instagram vollkommen kostenlos zur Verfügung. Der Download der App in Apples App Store und Googles Play Store ist kostenlos und auch durch die Benutzung entstehen dem Benutzer keine Kosten.

Hinter Instagram steckt ein komplettes soziales Netzwerk, das zunächst nur direkt auf dem Smartphones zugänglich war. Wie man es von anderen sozialen Netzwerken gewohnt ist, bekommt jeder Nutzer ein eigenes Profil, wo geschossene und hochgeladene Fotos gesammelt werden. Auch typische Funktionen sozialer Netzwerke finden sich, so gibt es die klassische Möglichkeit ein Foto zu kommentieren, oder die Option seine Begeisterung durch Drücken der „gefällt mir“-Schaltfläche auszudrücken. Interessanten Mitgliedern kann mit einem einfachen Tastendruck folgen und bekommt deren Fotos dann im persönlichen Fotostream angezeigt. In der App selbst gibt es ein gesondertes „Entdecken“-Tab, dort kann man besonders beliebte Fotos sehen und nach Benutzern und Hashtags suchen. In den Einstellungen hat man außerdem die Möglichkeit Freunde zu suchen, wahlweise durch das Importieren der Facebook-Freunde oder der Smartphone-Kontakte funktioniert. Neue Freunde kann man direkt aus der App heraus einladen.
Seit November 2012 gibt es auch Webprofile, damit lässt sich das soziale Netzwerk von Instagram nicht nur mit dem Smartphone nutzen, sondern auch am PC oder Laptop einsehen. Neben dem eigenen Dienst unterstützt Instagram das Teilen von Fotos auch in anderen sozialen Netzwerken, Fotos lassen sich so optional auch bei Facebook, Twitter, Tumblr oder Flickr teilen, selbst das Foto-Sharing per E-Mail ist möglich.

Das große Erfolgsrezept von Instagram sind neben dem sozialen Netzwerk vor allem zahlreiche einfach zu bedienende Optionen, um die mit dem Smartphone geschossenen Bilder zu bearbeiten. Zentrales Element sind dabei digitale Filter, die sich mit nur einer Displayberührung auf die Fotos anwenden lassen. Je nach Filter verleihen sie dem Bild verschiedene Effekte, vor allem die Vintage-Effekte erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Als Nutzer kann man außerdem einen Rahmen hinzufügen und den so genannten Tilt-Shift-Effekt anwenden, der durch Unschärfe dafür sorgt, dass Objekte auf dem geschossenen Foto in den Fokus gerückt werden oder als Miniatur erscheinen. In der aktuellen Version sind alle Filter sofort kostenlos verfügbar, kostenpflichtige In-App-Käufe, etwa zusätzliche Spezialfilter, gibt es nicht.

instagtram-filter

Nachdem Facebook im April 2012 eine Milliarde Dollar für Instagram bezahlt hat, gab es zunächst keine größeren Veränderungen. Erst kürzlich hat Facebook allerdings angekündigt, Instagram zukünftig monetarisieren zu wollen, ohne dabei konkrete Pläne zu veröffentlichen. Denkbar ist vor allem, dass die App zukünftig Werbebanner anzeigen wird, aber auch kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie zusätzliche Filter, die durch kostenpflichtige In-App-Käufe freigeschaltet werden können, sind durchaus denkbar.

Der große Erfolg gibt Instagram Recht, durch die stärker verbreiteten Smartphones mit integrierten Kameras, die gegenüber digitalen Kameras kaum noch Nachteile haben, spielen mobil geschossene Fotos eine immer größer werdende Rolle. Instagram sorgt durch seine zahlreichen Filter und seine soziale Komponente für spannende Entdeckungen, die nicht nur für Foto-Enthusiasten interessant sind. Auch Otto Normalverbraucher können ihre selbst geknipsten Fotos mit Hilfe der digitalen Filter unkompliziert aufhübschen und die Bilder schnell und einfach in verschiedenen sozialen Netzwerken mit Freunden und Bekannten teilen. Ein Blick lohnt sich!

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