Was ist der Klout Score?

Seit kurzer Zeit geistert mit der “Klout Score” ein neuer Hype-Begriff durch die Online-Welt. Der “Klout Score” ist eine Zahl, die potentiell jedem Internet-Nutzer hinsichtlich seines Aktivitätslevels vom Webdienst http://klout.com/ zugeordnet wird. Jeder Internet-Nutzer hinterlässt Spuren im Internet, die sein Verhalten berechenbar machen. Insbesondere wenn man umfangreiche Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter entfaltet, dann zeigt sich dies im Ansteigen des Klout Scores, der wie üblich bei englischsprachigen Begriffen auch in der deutschen Verwendung keinen Bindestrich hat.

Prinzipiell kann der Klout Score zwischen 0 und 100 liegen. Sehr aktive Internet-Nutzer wie Barack Obama haben einen Klout Score von 99, Justin Bieber eine Score von 91. Normale Internet-Nutzer, die sich bisher nur anonym im Internet bewegt haben, müssten einen Klout Score von 0 haben. Dies kann man aber schwer überprüfen, denn zur Recherche des eigenen Klout Scores muss man sich über Facebook oder Twitter anmelden, was aber nur möglich ist, wenn man dort ein Konto hat, was schon ein gewisses Maß an Internet-Aktivitäten (Aktivitäten in sozialen Netzwerken) voraussetzt.

Der Klout Score arbeitet mit streng geheimen Algorithmen, deshalb ist es unmöglich zu prüfen, ob der eigene oder ein fremder Klout Score ein realistisches Maß für die Internet-Aktivität eines Nutzers ist. Das hält aber nicht jeden davon ab, auf Basis des Klout Scores zu weitreichenden Schlüssen zu kommen. So soll es nach einem Bericht des Hamburger Wochenblatts ZEIT dazu gekommen sein, dass in Amerika Interessenten an einem Marketing-Job mit ihrer Bewerbung keinen Erfolg hatten, weil sie über einen zu geringen Klout Score verfügten.

Da man weiß, wie Computer-Algorithmen zur Score-Berechnung funktionieren, kann man sich ungefähr vorstellen, wie man zu einem hohen Klout Score kommt: Man muss viele Meldungen auf Twitter, Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken schreiben, man muss dort viele “Freunde” einsammeln und diese auch motivieren, zu den eigenen Beiträgen Stellung zu beziehen. Der Klout Score misst solche quantitativen Effekte, über die Qualität der staatfindenden Kommunikation kann er keine Aussage treffen.

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