Was ist Tumblr?

Tumblr ist eine, im Vergleich zu WordPress, noch recht neue online Blogging Community, die 2007 gegründet wurde. 2010 hatte sie schon über 20 Millionen Nutzer, die im Schnitt mit ihren 13 bis 22 Jahren jünger sind, als auf anderen Portalen.

Der Name ‘Tumblr’ leitet sich von dem englischen to tumble (zu deutsch: über etw. stolpern) her und genau das beschreibt das Konzept von Tumblr äußerst treffend. Die Plattform ist sehr aktuell und schnelllebig, denn durch die Möglichkeit, Mitteilungen oder Bilder von anderen Tumblr-Usern zu übernehmen und mit nur zwei Klicks auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen, verbreiten sich Neuigkeiten geradezu viral und in rasend schneller Zeit.

Dieses so genannte ‘Reblogging‘, was im Grunde ein Copy-Paste-Bloggen ist, bei dem man einfach interessante Beiträge von anderen Nutzern zusammensucht und diese selbst ‘rebloggt’, ist eines der Merkmale von Tumblr.

Jemand postete ein Bild, ein Video oder einen Textbeitrag und ein anderer kann den Beitrag entweder rebloggen (und wahlweise einen Kommentar hinzufügen) oder ihn, ähnlich wie auf Facebook, ‘liken‘. Dadurch kommt er auf die eigene Favoritenliste und kann leichter wiedergefunden werden.

Um überhaupt Beiträge von anderen Leuten zu sehen, sucht man entweder gezielt nach ‘Tags‘, das sind Stichworte die man in ein Suchfeld eingibt, oder man folgt anderen Leuten, ähnlich wie auf Twitter. Dafür muss man einmal deren Blog besuchen und oben rechts auf ‘follow‘ klicken. So werden künftige Posts dieses Nutzers direkt auf der eigenen Startseite angezeigt.

Um Tumblr nutzen zu können, braucht man einen Account. Dieser ist sehr schnell eingerichtet, weil man zu Anfang nur einen Namen für seinen Blog und eine E-Mail-Adresse angeben muss, an die eine Bestätigung gesandt wird. Dafür mögen die Einstellungsmöglichkeiten im Blog selbst zunächst etwas unübersichtlich erscheinen, bis man einmal das Konzept verstanden hat. Das Hauptkontrollzentrum ist das sogenannte Dashboard. Von hier aus kann man Einstellungen an seinem Blog vornehmen, Templates oder eigene Designs verwenden und Beiträge erstellen und verwalten. Die Statistik gibt einen Überblick über die Anzahl von eigenen Posts, ‘Followern’ und wem man beispielsweise selbst folgt.

Gegenüber Twitter hat Tumblr vor allem den Vorteil, dass es keine Zeichenbeschränkungen bei Texten gibt und man auch Bilder und Videos direkt einbetten kann. Allerdings ist die Seite ähnlich aktuell und schnelllebig wie Twitter.

Im Vergleich zu WordPress bietet Tumblr neben dem Bloggingservice den Aspekt eines sozialen Netzwerks. Allerdings ist zu beachten, dass Tumblr eben ein Microblogging System ist und eher nicht für stark textlastige, dauerhafte Einträge, wie sie auf WordPress gepostet werden, gedacht.

WordPress ist schon seit Jahren etabliert und Blogger investieren viel Zeit in die Erstellung und Pflege ihrer Blogs, die dann ähnlich einem Journal gelesen werden. Hier geht es thematisch oft nur um einen Bereich, der in weiteren Posts vertieft wird, und auf den man als Leser in Form eines Kommentars antworten kann. Auf Tumblr gibt es eine solche Kommentarfunktion nicht. Man kann den Beitrag entweder rebloggen, zeigen das man ihn mag (durch liken), oder dem Verfasser eine kurze private Nachricht schreiben.

So gesehen ist Tumblr gegenüber WordPress eher als kurzweiliger Zeitvertreib zu verstehen, allerdings sollte man die enorme Zahl an Usern und Aktivitäten dort nicht unterschätzen.