Video on Demand

Video on demand (engl. für „Video auf Abruf“) ist ein Geschäftsmodell, das ähnlich wie eine Videothek funktioniert. Der Unterschied ist: der gewünschte Film kommt per DSL-Leitung auf den PC oder per Set-Top-Box ins Wohnzimmer. Abgerechnet wird pro Film und dieser steht üblicherweise 24 Stunden zum Ansehen zur Verfügung. Es ist daher nicht erforderlich, sich den Film an einem Stück anzusehen. Er kann beliebig oft angehalten oder auch mehrmals abgespielt werden. Der Film wird entweder per Videostreaming Stück für Stück oder komplett geladen. Letzteres hat den Vorteil, dass auch Besitzer von DSL-Anschlüssen mit niedrigerer Bandbreite den Dienst nutzen können.

Das Angebot bei den größten Anbietern von Video on demand (Maxdome, Arcor, In2Movies, T-Online und One4movie) reicht von dürftig (One4movie) bis gut (Maxdome). Neben Kinofilmen werden auch Fernsehserien und Dokumentationen angeboten. Allerdings finden sich bei keinem Anbieter alle Filme und eine richtige Videothek bietet immer noch ein wesentlich größeres Angebot. Zudem muss man auch auf manche Extras verzichten, die DVDs bieten, z.B. die Originalfassung oder Making-Ofs.

Die Bildqualität ist bei allen Anbietern zufriedenstellend, erreichet aber bei keinem Anbieter DVD-Qualität. Dies kann man aber aufgrund der Datenmenge, die damit verbunden wäre, auch nicht erwarten.

Die Preise für einen Film sind aktuell mit knapp unter 5 Euro bei Topfilmen deutlich teurer als das Ausleihen einer DVD in der Videothek. Die Abrechnung erfolgt per Lastschrift oder Kreditkarte. Eine Grundgebühr fällt nicht an, bei einigen Anbietern ist es aber möglich, eine Film-Flatrate abzuschließen.

Bei In2Movies ist es auch möglich, Filme als Download-to-own runterzuladen. Der Film kann beliebig oft abgespielt werden und hat damit den Status einer Kauf-DVD. Allerdings ist der Preis auch genau so hoch, so dass es nicht viel Sinn macht und man sich auch gleich die DVD kaufen kann.

Fazit: Video on demand ist eine tolle Idee und wird mit Sicherheit irgendwann die Videothek überflüssig machen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, denn die Filmstudios müssen auch dabei mitmachen, so dass auch irgendwann alle Filme im Video on demand zur Verfügung stehen.