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Was ist die iCloud?

Auf alle persönlichen Daten und Anwendungen von überall aus Zugriff haben – dieser Wunsch wird Apple-Nutzern jetzt erfüllt. Fotos, Bücher, Dokumente, Termine, Kontakte und E-Mails sind mit dem Online-Speicherdienst iCloud stets auf bis zu zehn Apple-Geräten synchronisiert und verfügbar.

Welche Funktionen bietet die virtuelle Wolke?

Über 100 Millionen Nutzer speichern ihre Daten bereits mit Apples Cloud-Dienst. Im Oktober 2011 wurde er erstmals eingeführt und ersetzt seit Mitte 2012 Apples ursprünglichen Dienst MobileMe. Auch mit diesem konnten schon Mails, Kontakte und Termine synchron gehalten werden. Ebenso war es bereits möglich verloren gegangene iPhones – mit der Funktion “Mein iPhone suchen” – aus der Ferne zu sperren und Macs per Remote-Verbindung gesteuert zu steuern.

Hinzu kamen nun der Dienst “iTunes Match”, der über iTunes erstandene Musiktitel synchronisiert, und “Fotostream”, mit dem Fotos auf allen Geräten synchron gehalten werden können. Weiterhin werden seit Einführung der iCloud auch Dokumente, heruntergeladene Apps, erworbene E-Books (iBooks) und Musiktitel automatisch in die iCloud hochgeladen und auf allen Geräten aktualisiert.

Doch Apples neuer Cloud-Dienst ist weit mehr als nur ein Datenspeicher: Eine Backup-Funktion wurde ebenso integriert. Daten auf iPhones und iPads können so stets gesichert und im Notfall wiederhergestellt werden. Seit Herbst 2012 zählt auch das Synchronisieren von Erinnerungen, Notizen, Tabs im Apple-Browser Safari und zuletzt gelesener iMessages zu den Funktionen der iCloud. Im Gegensatz zur Vorgängerversion können Fotos nun über Fotostream auch mit Freunden geteilt werden.

Einzige Voraussetzung um den Dienst zu nutzen ist ein aktuelles Apple-Gerät. Dazu zählen Macs mit dem Betriebssystem OS X 10.7 oder neuer. Auch iPhones, iPads und iPods mit mindestens iOS 5 können für die iCloud registriert werden. Windows-Nutzer ab Windows Vista können Apples Online-Speicher ebenso nutzen. Benötigt wird hierfür jedoch ein Zusatzprogramm (siehe Einrichtung). Neue Registrierungen lässt dieses allerdings nicht zu. Folglich ist für die Nutzung unter Windows also eine bestehende Apple ID und mindestens ein Apple-Gerät notwendig.
Die Synchronisation mit Android-Smartphones ist von Haus aus nicht möglich. Spezielle Apps wie z.B. “Smoothsync for Cloud Calendar” bieten jedoch die Möglichkeit, einzelne Funktionen wie etwa Kalendereinträge synchron zu halten.

Einrichtung auf Apple-Geräten

Mac-Besitzer können die iCloud in der Systemsteuerung unter den Interneteinstellungen aktivieren. Dazu öffnet sich nach einem Klick auf das Symbol ein neues Fenster, in dem sich mit der Apple ID angemeldet oder registriert werden muss. Nun können alle Dienste ausgewählt werden, die mit dem Online-Speicher synchronisiert werden sollen. Fotostream kann über iPhoto ’11 (Version 9.2 oder neuer) oder Aperture (Version 3.2 oder neuer) aktiviert werden. Dazu muss nur der Dienst in der linken Spalte des Programms ausgewählt und gestartet werden. Mit iTunes 10.5 oder neuer können auch Musik, Apps und Bücher synchronisiert werden. Dies kann im Reiter “Store” unter den iTunes-Einstellungen eingestellt werden.
Die Installation auf einem mobilen Apple-Gerät erfolgt sogar noch einfacher. Nach dem Öffnen der Einstellungen kann sich unter “iCloud” ebenso angemeldet oder für eine Apple ID registriert werden. Nun können auch hier die gewünschten Dienste für die Synchronisation ausgewählt werden. Unter den allgemeinen Einstellungen (“iCloud”) kann auch Apples neuer Backup-Dienst aktiviert werden.

Einrichtung unter Windows

Die Nutzung der iCloud ist mit Windows-Systemen nur mit einem Zusatzprogramm nötig. Das “iCloud Control Panel” kann dazu http://support.apple.com/kb/DL1455hier heruntergeladen werden. Nötig ist dafür mindestens Windows Vista mit Service Pack 2 oder Windows 7. Nach der Installation und Anmeldung mit einer bestehenden Apple ID können auch hier die gewünschten Dienste aktiviert werden. E-Mails, Kontakte und Kalendereinträge können über Outlook (2007 oder neuer) ebenso synchron gehalten werden. Für stets synchronisierte Apps, E-Books und Musik auf dem Windows-PC kann in den iTunes-Einstellungen ebenso der automatische Download aktiviert werden.

Kosten und Speicherplatz

Die Registrierung für eine Apple ID ist prinzipiell kostenlos. Einem neuen Nutzer stehen dann fünf Gigabyte zur freien Nutzung zur Verfügung. Wer jedoch mehr benötigt, muss draufzahlen. Apple bietet 15 GB für 16 Euro und 25 GB für 32 Euro im Jahr an. Für ganze 55 GB Speicherplatz muss jedoch mit 80 Euro jährlich weit tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Die Konkurenz schläft nicht – Alternativen zur iCloud

Der wohl bekannteste Online-Speicher “Dropbox” bietet seinen Nutzern zunächst zwei Gigabyte freien Speicher an. Allerdings können Dropbox-Nutzer ihren Speicherplatz durch z.B. das Weiterempfehlen an Freunde, Absolvieren der ersten Schritte oder das Geben eines Feedbacks kostenlos erweitern. Für genügend Geld kann der verfügbare Online-Speicher natürlich auch deutlich erweitert werden. Dropbox eignet sich vor allem für das Verschieben oder gleichzeitige Nutzen von Dateien auf mehreren Geräten.

Der Dienst Sugarsync ist besonders in Amerika sehr beliebt. Er stellt seinen Nutzern von Anfang an bereits 5 GB zur Verfügung. Dreißig Gigabyte kosten jedoch bereits 49,90 US Dollar im Jahr. Selbstverständlich werden auch mit Sugarsync alle mobilen Plattformen und der Zugriff über das Internet unterstützt. Einziges Manko: Im Gegensatz zur Dropbox wird das Betriebssystem Linux nicht unterstützt.

Fazit

Für eingefleischte Apple-Nutzer eignet sich die iCloud also hervorragend. Denn mit bis zu 5 GB stets synchronisierter Daten lässt sich bereits einiges anfangen. Wer jedoch auch Ordner, Videos oder andere Dateien zwischen verschiedenen Geräten austauschen möchte, sollte sich zusätzlich über eine Alternative zur iCloud Gedanken machen.

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Apple iPad: Vor- und Nachteile im Vergleich

Nachdem Apple CEO Steve Jobs am 27. Januar seine neueste Schöpfung namens iPad der Öffentlichkeit präsentiert hat, verbreiteten sich erste Informationen zu der schlanken Kreuzung aus iPhone und iPod Touch wie ein Lauffeuer. Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, dürfte klar sein; aber wo genau liegen die Vor- und Nachteile des Apple iPads?

iEverything
Vorteil: Es ist von Apple. Nachteil: Es ist von Apple. Das soll heißen, dass die Integration der Software für das iPad wie am Schnürchen laufen sollte. Sämtliche Programme für das iPhone, die sogenannten „Apps“, werden auch auf dem iPad laufen, und das sogar in deutlich größerem Format. Mit dem iBook-Store hat Apple außerdem einen iTunes ähnlichen Bücherhandel aus der Taufe gehoben, mit dem einzigen Unterschied, dass bei iBooks Bücher anstatt Musiktitel angeboten werden. Dennoch ist die Bedienung laut der Predigt des Steve Jobs typisch Apple, denn „anwählen, kaufen, und runterladen“ klingt nach bewährter, Benutzerfreundlicher Apple-Philosophie.

Dieser Vorteil könnte selbstverständlich auch ein Nachteil sein. Wer sein iPhone mit dem iPad synchronisieren will, muss über iTunes und iBooks vorgehen, kurz: „i“ wohin das Auge blickt. Die Kundenbindung bekommt Apple damit zwar so gut wie kein Zweiter hin, ein fader Beigeschmack der völligen Angewiesenheit auf das Unternehmen aus Cupertino bleibt dennoch.

Ernüchternde Technik
Die spartanische Ausstattung des iPads gibt darüber hinaus auch auf der Seite der Hardware Anlass zur Kritik. So fehlen dem iPad beispielsweise ein USB-Slot sowie die Möglichkeit, den internen 16 bis 64 GB großen Flash-Speicher beispielsweise per Micro-SD-Karte zu erweitern. Ebenso nicht vorhanden ist eine Unterstützung für Adobe Flash, welches unter anderem bei YouTube für die Darstellung der Videos verantwortlich ist. Möchte man mit dem iPad dennoch die Weiten des Internets erkunden, geschieht dies in der Basis-Version des 0,5“ dicken Geräts nur über WLAN – möchte man mobil und gleichzeitig schnell unterwegs sein, wird die Anschaffung einer teureren 3G-Variante des iPads unumgänglich, denn die preiswerteren Modelle unterstützen den UMTS-Standard überhaupt nicht.

Trotz aller Nachteile wird das iPad wahrscheinlich seine Nische finden. Die kinderleichte Bedienung, die etablierte hauseigene Software wie iTunes und demnächst iBooks, sowie die über 140.000 Titel umfassende Softwarebibliothek des iPhones geben dem Apple iPad immerhin eine Menge Rückenwind mit auf den Weg.

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