Meine Erfahrungen mit Clicky – Testbericht

Der Webanalysedienst Clicky (www.clicky.com) erfreut sich auch hierzulande einer stetig wachsenden Beliebtheit. Insbesondere dann, wenn nach günstigen Alternativen zum kostenlosen Dienst von Google Analytics gefragt wird, zählt Getclicky häufig zu den erstgenannten. Ob Getclicky eine brauchbare Alternative darstellt, habe ich mir im Folgenden mal genauer angeschaut:

Anmeldung / Einbau des Trackingcodes

Nach der Anmeldung, muss zunächst ein erstes Webprojekt anlegt werden. Dies klappt ohne Komplikationen, da man lediglich die URL und Zeitzone angeben muss. Sobald das Webprojekt angelegt ist, findet man unter „Preferences“ den entsprechenden „Tracking Code“. Neben einem Standard Trackingcode findet man ähnlich wie bei Google Analytics auch eine asynchrone Codevariante. Diese empfiehlt sich speziell für die Erfassung von Rich Media-Seiten.

Egal für welche Codevariante man sich letztendlich entscheidet, der Java-Script-Code muss auf allen Seiten integriert werden. Wer direkt im Quellcode arbeitet, sollte diesen direkt vor dem schließenden Body-Tag platzieren. WordPress Nutzer können dies komfortabel über das kostenlose Plugin des niederländischen WordPress Experten Yoost de Valk lösen.

Einstellungen für Datenschutz

Getclicky stammt aus den USA, wo Datenschutz bekanntlich nicht so ein großes Themas ist wie in DE. Damit das Getclicky Tracking auch in Deutschland datenschutzkonform arbeitet, muss zusätzlich die IP-Adresse anonymisiert werden. Dies ist im Adminbereich sehr einfach möglich. Diese Änderung wurde speziell für Nutzer in Deutschland eingeführt:

Diese Funktion ist für alle Nutzer verfügbar und findet man unter „preferences“ und „advanced“.

Daten in Echtzeit

Im Gegensatz zu Google Analytics laufen die Daten bei Getclicky in Echtzeit ins System ein und man kann auch live das Klickverhalten verfolgen (über das Spy Dashboard).

Das Dashboard / Funktionen

Ich bin ein großer Fan des Standard-Dashboards, da es sehr übersichtlich anzeigt was gerade auf meiner Seite passiert. Ohne langes Rumklicken werden bereits die wichtigsten Kennzahlen wie Besucher, Aktionen, Absprungraten, Suchanfragen, Links und beliebteste Seiten angezeigt. Sehr schön ist auch der grafische Besuchervergleich zwischen gestern/heute auf Stundenbasis. Wer einen Blog betreibt, kann sich zusätzlich auch die Feedburner Abonnenten anzeigen lassen.

Ziele

Tiefergehende Analysen sind mit Getclicky natürlich auch möglich. Nutzer können Ziele anlegen um beispielweise PDF-Downloads oder auch Google Adwords Kampagnen zu tracken und deren Erfolg zu messen.

Preismodell

Wer Getclicky einfach mal testen möchte, kann dies kostenlos tun. Mit dem kostenlosen Account ist es möglich eine Website mit bis zu 3000 Seitenaufrufen pro Tag zu tracken, die Premiumfunktionen wie Spy, Ziele oder auch Email-Reportings sind dann allerdings deaktiviert. Die günstigste kostenpflichtige Version ist ab $4,99 (ca. 4 EUR) monatlich erhältlich. Wer gleich für ein ganzes Jahr abschließt, erhält den Account inkl. drei zu trackenden Webseiten für $39,99 (ca. 32 Euro). Daneben gibt es noch zahlreiche größere Accounts bis hin zum Whitelabel-Modell für Agenturen.

Fazit

Clicky ist eine gute Alternative zu Google Analytics. Gerade Blogger finden bei Getclicky ohne kompliziertes Setup eigentlich alle notwendigen Trackingmetriken. Wenn man das Preismodell mal mit anderen Trackinglösungen vergleicht, Ausnahme Google Analytics, dann ist Getclicky sehr preiswert da man bereits für 32 Euro Jährlich ein ausgereiftes und verlässliches Trackingssystem erhält.

Bei tiefergehenden Analysen ist allerdings Google Analytics komfortabler. Wer beispielsweise einen Online Shop inkl. Funnel und Pfadanalysen tracken möchte, dem empfehle ich weiterhin Google Analytics zu nutzen.

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