Identitätsdiebstahl im Internet – so schützen Sie sich?

Identitätsdiebstähle gab es schon lange vor dem Internet, aber erst durch das Internet und die neuen Möglichkeiten zum Mitmachen ist dies zu einer Bedrohung von jedermann geworden. Identitätsdiebstahl findet dort statt, wo bei jemandem seine persönlichen Daten, sein Name, seine Steuer- oder Sozialversicherungsnummer oder seine Kreditkartennummer für Betrugs- oder Verleumdungsakte verwendet werden.

Für die schönen neuen Netzwerke im Web 2.0 stellt sich immer öfter die Frage: Stimmt das denn überhaupt, was die User dort von sich geben? Sind die überhaupt echt? Für nicht kommerzielle Dienste wie Wikipedia ist das weniger ein Problem. Hier kann sich nur auf Dauer halten, was von der Gemeinschaft als qualitativ gut angesehen wird.

Doch bei den kommerziell orientierten Plattformen wie StudiVZ oder XING ist die Frage der Echtheit der Profile von großer Bedeutung, denn dies ist letztlich das Kapital dieser Dienste. Denn nur wenn dort echte Profile vorliegen und ein authentische Kommunikation der User stattfindet, dann sind diese Plattformen für Werbung und Weiterverkauf interessant.

Es gäbe zwar eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Echtheit der Profile zu prüfen. EBay praktiziert eine Schufa-Abfrage, Web.de schreibt die Kunden per Post an und verpflichtet auch zur Rückantwort per Post, bei einigen Diensten muss der User sich per SMS oder durch eine Miniüberweisung legitimieren. Bei Angeboten für junge Leuten, die Fun wollen und sich deshalb kommunikativ vernetzen, scheinen solche Prozeduren aber nicht durchsetzbar.

Hier kann man nur auf die Selbstverantwortung der Teilnehmer setzen. Diesen muss das Risiko des Identitätsdiebstahls klargemacht und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dies beinhaltet zum einen den zurückhaltenden Umgang mit den eigenen Daten. Vielen ist klar, dass man die Telefonnummer oder Adresse nicht jedem gibt, mit der E-Mail-Adresse ist man schon eher freigiebig. Aber auch mit dieser kann schnell jeder problematische Kommentare in Blogs und Foren hinterlassen. Auch Kontoinformationen sollten nur sehr restriktiv weitergegeben werden, denn es ist nicht schwer mit diesen Informationen Geld abbuchen zu lassen. Und Fotos auf digitaler Basis sollte man nur an sehr gute Freunde und Verwandte weiter geben und diesen auch einschärfen: keinesfalls ins Internet hochladen.

Wer hier umsichtig handelt, ist noch am ehesten gegen Identitätsklau geschützt.