Ebay – Kritik an Bewertungssystem – Vorsicht bei gebrauchten Markenartikeln!

Man muss sich zur Zeit öfter fragen, was mit dem so bekannten und beliebten Auktionshaus Ebay los ist. Es rasselt Beschwerden, die Mitgliederanzahl nimmt ab, Händler sind empört und wandern ab zu andern Auktionsplattformen wie z.B. Hood.de oder Auxion.de.

Geändertes Ebay Bewertungssystem
Das ganze fing im Mai damit an, das Händler einen Kunden nicht mehr bewerten zu können. Damit ist ein Verkäufer unfairen Bewertungen eines Käufers praktisch schutzlos ausgeliefert. Resultat war, das manche Händler sogar erpresst wurden (Quelle): Bekommen die Käufer kein Preisnachlass, drohen sie mit einer schlechten Bewertung – gegen die sich der Verkäufer nicht mehr rechtfertigen kann! Von Seiten der Verkäufer kamen daraufhin Anwälte ins Spiel, damit die Händler noch eine kleine Chance haben, gegen die negativen Bewertungen vorzugehen. Erst nach massiven Beschwerden durch Händler revidierte Ebay sein Berwertungssystem leicht. Zwei Mal im Monat dürfen die Händler nun negative Bewertungen, die unangemessen und unfair sind, löschen lassen. Natürlich wird das Ganze erstmal von Ebay überprüft, ein Antrag muss gestellt werden. Außerdem muss auch der Käufer dieser Rücknahme zustimmen. Leider sind Händler mit diesem Bewertungssystem noch immer im Nachteil. Resultat: Ebay verliert dadurch Händler an andere Auktionshäuser.

Vorsicht auch bei Markenartikeln
Seit neuestem müssen auch Verkäufer von gebrauchten Markenartikel aufpassen: Eine Abmahnung über 1370 Euro für eine Ebay Auktion, die 40,50 Euro brachte waren kürzlich das Ergebnis einer solchen Auktion! Abmahnungen werden an diejenigen verschickt, die angeblich gegen das Urheberrecht verstoßen. Dieses besagt, dass gebrauchte Markenkleidung nicht bei Ebay verkauft werden darf. Arglose Privatverkäufer müssen sich nun mit Anwälten auseinandersetzen, obwohl eigentlich nur größere Händler in so einem Fall interessant sind. Eine Firma hat beipspielweise Lizenzen für ein bekanntes Modelabel. Nun werden Privatverkäufer von einer beauftragten Kanzlei abgemahnt und sollen eine hohe Strafgebühr bezahlen. Auch in anderen Ländern erworbene Artikel dürfen laut dieser Kanzlei nicht verkauft werden. Angeblich werden bei Ebay bis zu 90 Prozent Fälschungen verkauft. (Quelle)

Fazit: Wenn es weiter so geht wie bisher, hat Ebay keine guten Zukunftschancen. Händler wenden sich jetzt schon an andere Auktionshäuser oder kehren Ebay den Rücken. Wenn Ebay eine Mitglieder behalten will, muss sich einiges, vor allem im Bewertungssystem, nochmal ändern.

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