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Was ist Instagram?

Instagram ist in aller Munde und findet immer mehr Anhänger. Bei Instagram handelt es sich in erster Linie um eine Smartphone-App mit angeschlossenem sozialen Netzwerk, das sich voll und ganz auf Fotos konzentriert. Ein Erfolgsrezept, das für einen schnellen Aufstieg sorgte, der im April 2012, nur knapp 18 Monate nach dem ersten Erscheinen der App, darin gipfelte, dass sich Facebook den Kauf von Instagram eine Milliarde US-Dollar kosten ließ.

foto mit instagram cc qat644cc /Flickr

Die App Instagram erschien erstmalig am 06. Oktober 2010 in Apples App Store und war bis zum April 2012 ausschließlich für Apples iOS verfügbar. Am 03. April 2012 veröffentlichten die Entwickler eine Version für Googles mobiles Betriebssystem Android, die App ist damit aktuell für die beiden meistverbreiteten mobilen Betriebssysteme erhältlich. Besitzer eines Smartphones auf Basis von Windows Phone oder BlackBerry müssen bisher allerdings auf Instagram verzichten.

Das Wachstum von Instagram ist beeindruckend: Hatte man im Dezember 2010 noch eine Million registrierte Benutzer, waren es im Juni 2011 bereits fünf Millionen und nur einen Monat später sogar zehn Millionen Benutzer. Beim Kauf von Facebook im April 2012 waren 30 Millionen Menschen registriert, durch einen weiteren enormen Schub konnte man die Zahl nochmal deutlich ausbauen, so dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2012 bekanntgeben konnte, dass man mittlerweile über 100 Millionen registrierte Anwender habe.
Für alle Benutzer steht Instagram vollkommen kostenlos zur Verfügung. Der Download der App in Apples App Store und Googles Play Store ist kostenlos und auch durch die Benutzung entstehen dem Benutzer keine Kosten.

Hinter Instagram steckt ein komplettes soziales Netzwerk, das zunächst nur direkt auf dem Smartphones zugänglich war. Wie man es von anderen sozialen Netzwerken gewohnt ist, bekommt jeder Nutzer ein eigenes Profil, wo geschossene und hochgeladene Fotos gesammelt werden. Auch typische Funktionen sozialer Netzwerke finden sich, so gibt es die klassische Möglichkeit ein Foto zu kommentieren, oder die Option seine Begeisterung durch Drücken der „gefällt mir“-Schaltfläche auszudrücken. Interessanten Mitgliedern kann mit einem einfachen Tastendruck folgen und bekommt deren Fotos dann im persönlichen Fotostream angezeigt. In der App selbst gibt es ein gesondertes „Entdecken“-Tab, dort kann man besonders beliebte Fotos sehen und nach Benutzern und Hashtags suchen. In den Einstellungen hat man außerdem die Möglichkeit Freunde zu suchen, wahlweise durch das Importieren der Facebook-Freunde oder der Smartphone-Kontakte funktioniert. Neue Freunde kann man direkt aus der App heraus einladen.
Seit November 2012 gibt es auch Webprofile, damit lässt sich das soziale Netzwerk von Instagram nicht nur mit dem Smartphone nutzen, sondern auch am PC oder Laptop einsehen. Neben dem eigenen Dienst unterstützt Instagram das Teilen von Fotos auch in anderen sozialen Netzwerken, Fotos lassen sich so optional auch bei Facebook, Twitter, Tumblr oder Flickr teilen, selbst das Foto-Sharing per E-Mail ist möglich.

Das große Erfolgsrezept von Instagram sind neben dem sozialen Netzwerk vor allem zahlreiche einfach zu bedienende Optionen, um die mit dem Smartphone geschossenen Bilder zu bearbeiten. Zentrales Element sind dabei digitale Filter, die sich mit nur einer Displayberührung auf die Fotos anwenden lassen. Je nach Filter verleihen sie dem Bild verschiedene Effekte, vor allem die Vintage-Effekte erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Als Nutzer kann man außerdem einen Rahmen hinzufügen und den so genannten Tilt-Shift-Effekt anwenden, der durch Unschärfe dafür sorgt, dass Objekte auf dem geschossenen Foto in den Fokus gerückt werden oder als Miniatur erscheinen. In der aktuellen Version sind alle Filter sofort kostenlos verfügbar, kostenpflichtige In-App-Käufe, etwa zusätzliche Spezialfilter, gibt es nicht.

instagtram-filter

Nachdem Facebook im April 2012 eine Milliarde Dollar für Instagram bezahlt hat, gab es zunächst keine größeren Veränderungen. Erst kürzlich hat Facebook allerdings angekündigt, Instagram zukünftig monetarisieren zu wollen, ohne dabei konkrete Pläne zu veröffentlichen. Denkbar ist vor allem, dass die App zukünftig Werbebanner anzeigen wird, aber auch kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie zusätzliche Filter, die durch kostenpflichtige In-App-Käufe freigeschaltet werden können, sind durchaus denkbar.

Der große Erfolg gibt Instagram Recht, durch die stärker verbreiteten Smartphones mit integrierten Kameras, die gegenüber digitalen Kameras kaum noch Nachteile haben, spielen mobil geschossene Fotos eine immer größer werdende Rolle. Instagram sorgt durch seine zahlreichen Filter und seine soziale Komponente für spannende Entdeckungen, die nicht nur für Foto-Enthusiasten interessant sind. Auch Otto Normalverbraucher können ihre selbst geknipsten Fotos mit Hilfe der digitalen Filter unkompliziert aufhübschen und die Bilder schnell und einfach in verschiedenen sozialen Netzwerken mit Freunden und Bekannten teilen. Ein Blick lohnt sich!

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Was ist der Klout Score?

Seit kurzer Zeit geistert mit der “Klout Score” ein neuer Hype-Begriff durch die Online-Welt. Der “Klout Score” ist eine Zahl, die potentiell jedem Internet-Nutzer hinsichtlich seines Aktivitätslevels vom Webdienst http://klout.com/ zugeordnet wird. Jeder Internet-Nutzer hinterlässt Spuren im Internet, die sein Verhalten berechenbar machen. Insbesondere wenn man umfangreiche Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter entfaltet, dann zeigt sich dies im Ansteigen des Klout Scores, der wie üblich bei englischsprachigen Begriffen auch in der deutschen Verwendung keinen Bindestrich hat.

Prinzipiell kann der Klout Score zwischen 0 und 100 liegen. Sehr aktive Internet-Nutzer wie Barack Obama haben einen Klout Score von 99, Justin Bieber eine Score von 91. Normale Internet-Nutzer, die sich bisher nur anonym im Internet bewegt haben, müssten einen Klout Score von 0 haben. Dies kann man aber schwer überprüfen, denn zur Recherche des eigenen Klout Scores muss man sich über Facebook oder Twitter anmelden, was aber nur möglich ist, wenn man dort ein Konto hat, was schon ein gewisses Maß an Internet-Aktivitäten (Aktivitäten in sozialen Netzwerken) voraussetzt.

Der Klout Score arbeitet mit streng geheimen Algorithmen, deshalb ist es unmöglich zu prüfen, ob der eigene oder ein fremder Klout Score ein realistisches Maß für die Internet-Aktivität eines Nutzers ist. Das hält aber nicht jeden davon ab, auf Basis des Klout Scores zu weitreichenden Schlüssen zu kommen. So soll es nach einem Bericht des Hamburger Wochenblatts ZEIT dazu gekommen sein, dass in Amerika Interessenten an einem Marketing-Job mit ihrer Bewerbung keinen Erfolg hatten, weil sie über einen zu geringen Klout Score verfügten.

Da man weiß, wie Computer-Algorithmen zur Score-Berechnung funktionieren, kann man sich ungefähr vorstellen, wie man zu einem hohen Klout Score kommt: Man muss viele Meldungen auf Twitter, Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken schreiben, man muss dort viele “Freunde” einsammeln und diese auch motivieren, zu den eigenen Beiträgen Stellung zu beziehen. Der Klout Score misst solche quantitativen Effekte, über die Qualität der staatfindenden Kommunikation kann er keine Aussage treffen.

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Erfahrungen mit Hootsuite

Für Blogger/ Unternehmen die parallel zahlreiche Social Media Kanäle verwalten, kann es sehr umständlich sein, sich überall einzeln einzuloggen. Um Zeit zu sparen empfiehlt sich daher die Nutzung eines Social Media Mangement Tools wie Hootsuite. Damit ist es möglich, Dienste wie Twitter, Facebook, Google+, Linkedin, My Space, Foursquare und WordPress.com bequem unter einer einzigen Oberfläche zu betreuen.

Im Folgenden ein paar Details zum Dienst:

Webbasierte Nutzung

Bei Hootsuite ist keine Softwareinstallation notwendig und man ist damit unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem. Man startet Hootsuite einfach über den Browser oder das Smartphone (eigene App für iPhone, iPad, Android und Blackberry verfügbar).

Dashboard (Startseite)

Das Dashboard ist unterteilt in Tabs, wobei jeder Tab einen Twitter, Facebook, Google+ oder sonstigen Account darstellt. Jeder Tab besteht wiederum aus Spalten, bei einem Twitter Account beispielsweise aus 1. Home Feed, 2. Mentions, 3. Direct Messages (Inbox) und 4. Sent Tweets.

Automatisierung

Mit Hootsuite ist es möglich Meldungen zeitversetzt/zeitverzögert zu publizieren. Unternehmen die über den Tag verteilt posten möchten, oder auch mal am Wochenende oder im Urlaub, können so ihre Nachrichten gut planen.

Zugriffrechte

Das Anlegen mehrerer Nutzer (ab kostenpflichtiger Version) ist mit Hootsuite einfach möglich. Hootsuite eignet sich daher sehr gut für Unternehmen/ Media Agenturen die mehrere Social Media Kanäle Accounts betreuen. Zudem ist es möglich jedem Mitarbeiter bestimmte Nutzerrechte zu geben.

Reporting

Statistiken sind bei Hootsuite ebenfalls möglich. Für Twitter Accounts kann man beispielsweise die Anzahl der Klicks und das Followerwachstum anzeigen lassen. Dies funktioniert weil Hootsuite einen eigenen URL Shortener ow.ly einsetzt. Überdies ist eine Verknüpfung mit Google Analytics und Facebook Insights möglich (kostenpflichtig).

Preis

Wer Hootsuite einfach mal testen möchte, kann dies mit einer kostenlosen Testversion tun. Diese Version erlaubt das Anlegen von bis zu fünf Accounts, was für Privatnutzer/Blogger in der Regel ausreichend sein sollte. Die Proversion kostet monatlich $9,99 und erlaubt 2 Nutzer und unbegrenzt viele Social Media Accounts anzulegen.

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Was ist Tumblr?

Tumblr ist eine, im Vergleich zu WordPress, noch recht neue online Blogging Community, die 2007 gegründet wurde. 2010 hatte sie schon über 20 Millionen Nutzer, die im Schnitt mit ihren 13 bis 22 Jahren jünger sind, als auf anderen Portalen.

Der Name ‘Tumblr’ leitet sich von dem englischen to tumble (zu deutsch: über etw. stolpern) her und genau das beschreibt das Konzept von Tumblr äußerst treffend. Die Plattform ist sehr aktuell und schnelllebig, denn durch die Möglichkeit, Mitteilungen oder Bilder von anderen Tumblr-Usern zu übernehmen und mit nur zwei Klicks auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen, verbreiten sich Neuigkeiten geradezu viral und in rasend schneller Zeit.

Dieses so genannte ‘Reblogging‘, was im Grunde ein Copy-Paste-Bloggen ist, bei dem man einfach interessante Beiträge von anderen Nutzern zusammensucht und diese selbst ‘rebloggt’, ist eines der Merkmale von Tumblr.

Jemand postete ein Bild, ein Video oder einen Textbeitrag und ein anderer kann den Beitrag entweder rebloggen (und wahlweise einen Kommentar hinzufügen) oder ihn, ähnlich wie auf Facebook, ‘liken‘. Dadurch kommt er auf die eigene Favoritenliste und kann leichter wiedergefunden werden.

Um überhaupt Beiträge von anderen Leuten zu sehen, sucht man entweder gezielt nach ‘Tags‘, das sind Stichworte die man in ein Suchfeld eingibt, oder man folgt anderen Leuten, ähnlich wie auf Twitter. Dafür muss man einmal deren Blog besuchen und oben rechts auf ‘follow‘ klicken. So werden künftige Posts dieses Nutzers direkt auf der eigenen Startseite angezeigt.

Um Tumblr nutzen zu können, braucht man einen Account. Dieser ist sehr schnell eingerichtet, weil man zu Anfang nur einen Namen für seinen Blog und eine E-Mail-Adresse angeben muss, an die eine Bestätigung gesandt wird. Dafür mögen die Einstellungsmöglichkeiten im Blog selbst zunächst etwas unübersichtlich erscheinen, bis man einmal das Konzept verstanden hat. Das Hauptkontrollzentrum ist das sogenannte Dashboard. Von hier aus kann man Einstellungen an seinem Blog vornehmen, Templates oder eigene Designs verwenden und Beiträge erstellen und verwalten. Die Statistik gibt einen Überblick über die Anzahl von eigenen Posts, ‘Followern’ und wem man beispielsweise selbst folgt.

Gegenüber Twitter hat Tumblr vor allem den Vorteil, dass es keine Zeichenbeschränkungen bei Texten gibt und man auch Bilder und Videos direkt einbetten kann. Allerdings ist die Seite ähnlich aktuell und schnelllebig wie Twitter.

Im Vergleich zu WordPress bietet Tumblr neben dem Bloggingservice den Aspekt eines sozialen Netzwerks. Allerdings ist zu beachten, dass Tumblr eben ein Microblogging System ist und eher nicht für stark textlastige, dauerhafte Einträge, wie sie auf WordPress gepostet werden, gedacht.

WordPress ist schon seit Jahren etabliert und Blogger investieren viel Zeit in die Erstellung und Pflege ihrer Blogs, die dann ähnlich einem Journal gelesen werden. Hier geht es thematisch oft nur um einen Bereich, der in weiteren Posts vertieft wird, und auf den man als Leser in Form eines Kommentars antworten kann. Auf Tumblr gibt es eine solche Kommentarfunktion nicht. Man kann den Beitrag entweder rebloggen, zeigen das man ihn mag (durch liken), oder dem Verfasser eine kurze private Nachricht schreiben.

So gesehen ist Tumblr gegenüber WordPress eher als kurzweiliger Zeitvertreib zu verstehen, allerdings sollte man die enorme Zahl an Usern und Aktivitäten dort nicht unterschätzen.

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Anleitung zu Pinterest: Die wichtigsten Funktionen

Pinterest ist ein englischsprachiges soziales Netzwerk, das es dem Benutzer ermöglicht seine Interessen graphisch anhand von Fotos oder Videos mit anderen zu teilen. Gedacht ist die Plattform als Inspirationsquelle und Austauschmöglichkeit mit anderen Gleichgesinnten von Hobbies, Style, Rezepten, Einkaufstipps und vielem mehr. Im folgenden die wichtigsten Funktionen:

Boards – Die digitale Analogie zur klassischen Pinnwand

Um das Suchen nach speziellen Themengebieten für den Benutzer einfacher zu gestalten, gibt es bei Pinterest die Möglichkeit sogenannte Boards zu erstellen. Boards sind Sammlungen von einzelnen Fotos oder Videos (sogenannten Pins) zu einem bestimmten Thema, beispielsweise Inspirationsideen, um das neue Esszimmer zu gestalten.

Pins

Ein einzelner Pin bezeichnet nur ein Bild auf einem Board. Ähnlich wie bei einer herkömmlichen Pinnwand kann ein Pin verschiedenes sein: ein neues Kochrezept, ein Ausschnitt aus einer Mode-Zeitschrift oder ein familiäres Foto. Diese können von anderen Quellen aus dem Internet bezogen sein oder vom eigenen Computer hochgeladen werden. Beim Pinnen von anderen Boards oder Webseiten wird die Quelle immer mitangegeben.

Repinning – Der digitale Austausch

Repinnen bedeutet, dass ein Pin von einer anderen Pinnwand (durch die man beispielsweise durch die Suche nach einem bestimmten Thema gekommen ist) auf das eigene Pin-Board übertragen wird.

Man kann auf Pinterest auch Bilder Liken. Dies bedeutet, dass gekennzeichnet wird, dass einem das Bild gefällt, jedoch wird es nicht auf ein eigenes Board übertragen. Liken stellt somit eine Art Feedback für den Uploader des Bildes oder Videos dar und bildet gleichzeitig eine Möglichkeit interessante Fotos für sich selbst zu vermerken, auch wenn sie nicht zu den Themen des eigenen Boards passen.

Following

Sollte jemandem ein öffentliches Board gefallen, so kann er zum Follower werden: Sobald Änderungen am Board vorgenommen werden (beispielweise werden neue Bilder hinzugefügt), kriegt der Benutzer dies umgehend mit und bleibt somit auf dem Laufenden.
Die Following-Funktion von Pinterest ist zum Beispiel auch von besonderem Interesse für Unternehmen, die ihre Produkte oder neue Ideen auf Pinterest teilen. Kunden, denen das Board der Firma gefällt, bleiben so stets auf dem neusten Stand.

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Was ist Pinterest?

Noch ein Social Network? Pinterest ist eine in den USA zurzeit sehr beliebte Online-Plattform, die gerade damit beginnt, auch deutsche Nutzer zu interessieren. Bei Pinterest ist der Name Programm: “Pin” kommt von Pinnwand, “Interest” bedeutet Interesse. Gemeint ist, die eigenen Vorlieben an die virtuelle Pinnwand zu kleben und allen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Konkret bedeutet das, Bilder oder Videos vom eigenen Computer, aber auch solche, die man irgendwo im Netz findet, dank Pinterest an einer zentralen Stelle zu sammeln und mit den anderen Nutzern zu teilen. Wem dabei etwas in einem fremden Profil gefällt, der nimmt es sich – und heftet es an seine eigene digitale Pinnwand. So entstehen individuelle Collagen aus den vielfältigsten Themenfeldern.

Daraus entsteht dann die Community, denn Pinterest empfiehlt Nutzern, die sich beispielsweise Fotos ihrer Lieblingsstars auf die Pinnwand ziehen, andere Nutzer mit ähnlichen Interessen. Wem gefällt, was er sieht, nutzt dann die Verbindung zu Facebook, um dies öffentlich zu “liken”, und natürlich, um den Pinterest-Inhalt noch weiter zu verbreiten.

Und das gefällt offenbar ausgesprochen vielen Nutzern sehr gut, denn Pinterest kann seit seinem Start im Frühjahr 2010 auf ein enormes Wachstum zurückblicken. Elf Millionen Besucher wöchentlich nutzen den neuen Dienst laut Pinterest. Dazu trägt sicher auch bei, dass der Zugang reglementiert ist. Neue Nutzer müssen auf den Zutritt warten oder sich einladen lassen. Noch läuft Pinterest in der geschlossenen Beta-Phase. Experten erwarten ein noch größeres Wachstum, wenn sich Pinterest allen Nutzern ohne Beschränkung öffnet.

In Deutschland jedoch wird das nicht ganz unproblematisch sein. Das Urheberrecht ist streng, rechtlich geschütztes Material darf nicht ohne Weiteres verbreitet werden. Die Grundfunktion der Online-Pinnwand, also das nahezu ungehemmte Verteilen von Fotos und Videos, wird hierzulande nicht ohne die Gefahr von Abmahnungen funktionieren.

Dabei hat Pinterest einen Vorteil, den andere Social Networks nicht bieten: Es zieht offenbar Nutzer an, die bisher keine sozialen Netzwerke verwendet haben. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an Frauen, die den neuen Dienst nutzen. Gleichzeitig ist allerdings die Verweildauer der Nutzer auf Pinterest gering, und die Anzahl der nicht aktiven Nutzer – also jene, die beispielsweise aus Neugier erst einmal schauen, Pinterest dann aber nicht nutzen – relativ hoch.

Noch ist also unklar, wie sich Pinterest, gerade in Deutschland, entwickeln wird. Bisher ist der Dienst nur in englischer Sprache verfügbar, vorläufig soll sich daran auch nichts ändern. Diese Lücke haben einige Unternehmen erkannt – und bieten bereits Pinterest-Kopien an. Ob sich diese auf dem deutschen Markt etablieren können, bleibt abzuwarten.

Teil 2: Anleitung zu Pinterest – die wichtigsten Funktionen

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Was ist Google Wave?

Google verspricht einiges, wenn sich das Gespräch auf das Thema Google Wave lenken lässt. Die einzelnen Details werden aber natürlich wie immer sehr gut geheim gehalten. Nur ein kurzer Blick hinter die Kulissen wurde gestattet. Nun drängen sich für die meisten User sicher gleich einige Fragen auf. Ob das neue Google Wave wirklich so spektakulär ist wie angekündigt wurde, ist sich nur eine von vielen Fragen. Die nächsten Zeilen sollen Ihnen einen kurzen Überblick gewähren. Was ist wohl aus dem Wechselspiel zwischen der Revolution, die Unternehmen erwarten, und dem medialen Hype geworden? Die Testnutzer konnten sich ihr eigenes Urteil bilden.

Wie entwickelte sich Google Wave?

Google Wave ist weithin unter dem äußerst sperrigen Begriff Kollaborationsdienst geführt wurden. Ob die hohen Erwartungen erfüllt wurden, ist eine spannende Frage. Seit der offiziellen Ankündigung wurde dem Spiel immer mehr abverlangt. Dem ist sicher nur sehr schwer gerecht zu werden. Aber das Interesse ist enorm groß, und zwar nicht nur an den exklusiven Einladungen. Auf einem bekannten Aktionshaus im Internet wurden für einen eventuellen Invite sogar schon dreistellige Dollarbeträge geboten. Doch wie sieht Google Wave im Einzelnen aus?
Der Aufbau von Google Wave

Der Einstieg in das neue Google Wave ist gleichermaßen ungewohnt und dennoch einfach. Die Bedienung des Dienstes gestaltet sich grundsätzlich völlig intuitiv. Allerdings muss sich der User auch eine vollkommen neue Kommunikationsform einlassen, auch wenn diese zunächst etwas befremdlich wirkt. Als Wave werden in der Regel die Kommunikationsstränge bezeichnet, die etwa in einem Tread in einem Forum im Internet vorkommen, bezeichnet. Diese ähneln ungefähr einem Baum. Durch sehr viele unterschiedliche Sub-Unterhaltungsstränge, oder auch Wavelets genannt, welche selbst aus sehr vielen einzelnen Nachrichten oder auch Blips bestehen, kann sich eine Wave schnell verästeln. Das geschieht alles während des eigentlichen Gesprächsverlaufs. Allerdings kann es dabei bald zu einer Unübersichtlichkeit kommen, die wirklich so manchen User richtig verwirrt. Hier setzt auch Google Wave wieder an.

Die Maßnahme von Google Wave gegen diese Unübersichtlichkeit

An dieser Stelle setzt Google Wave mit der Playback-Funktion an. Dadurch können die Unterhaltungsstränge noch einmal chronologisch sinnvoll nachgelesen werden. Besonders nützlich ist das natürlich für User, die erst später in eine laufende Wave einsteigen.

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Drupal – das CMS fürs Web 2.0

Mit dem Open-Source Content Management System Drupal kann eine breite Palette von Webseiten realisiert werden, unter anderem persönliche Homepages, E-Learning-Anwendungen oder aufgrund der umfangreichen Community Funktionalitäten auch Web 2.0 Portale. Insbesondere eignet sich Drupal, um größere Webseiten z.B. mit mehreren Sprachversionen zu erstellen, da die Möglichkeit besteht, Sprachdateien zu importieren und parallel zu betreiben.

Idee der Drupal-Entwickler ist es vor allem, weltweit Einzelpersonen und Gruppen ein einfach zu bedienendes System für die gemeinsame Contentproduktion und den Informationsaustausch via Internet zur Verfügung zu stellen. Die Software bietet dazu unter anderem Web 2.0-Funktionen wie Blogs, Foren, Beitragskommentierung, Umfragen und Formulare, Up- und Download von Dateien oder News Feeds. Multimediale Inhalte können auch ohne Programmierkenntnisse erstellt werden.

Insgesamt ist Drupal nach einer gewissen Einarbeitungszeit relativ einfach zu handhaben. Das System kann mit zahlreichen unterschiedlichen Kern- und Zusatzmodulen flexibel konfiguriert und erweitert werden; eine eigene Skriptsprache (wie z. B. TypoScript bei Typo3) muss dazu nicht erlernt werden. Auch erlaubt Drupal im Gegensatz zu anderen CMS wie Joomla beispielsweise die Versionsverwaltung von Beiträgen und die individuelle Festlegung von Zugriffsrechten und Benutzerrollen.

Ein Nachteil von Drupal – vor allem für unerfahrene Anwender – ist es, dass Tutorials und Handbücher bislang größtenteils nur in englischer Sprache verfügbar sind. Für die Erstellung von komplexen Webseiten (z. B. Firmenwebsites) bieten sich zudem eher „mächtigere“ Systeme wie beispielsweise Typo3. Ebenso empfiehlt sich für die Erstellung eines einfachen Blogs eher spezielle Blog-Software wie WordPress: Hier sind bestimmte Funktionen (u.a. Trackbacks) bereits vorkonfiguriert und es stehen mehr Themen für das Layout zur Verfügung.

Webtipps:
http://www.drupal.org (internationale Community)
http://www.drupalcenter.de (deutsche Community)