Sep 6, 2008 | In Web | 2 Comments
Man muss sich zur Zeit öfter fragen, was mit dem so bekannten und beliebten Auktionshaus Ebay los ist. Es rasselt Beschwerden, die Mitgliederanzahl nimmt ab, Händler sind empört und wandern ab zu andern Auktionsplattformen wie z.B. Hood.de oder Auxion.de.
Geändertes Ebay Bewertungssystem
Das ganze fing im Mai damit an, das Händler einen Kunden nicht mehr bewerten zu können. Damit ist ein Verkäufer unfairen Bewertungen eines Käufers praktisch schutzlos ausgeliefert. Resultat war, das manche Händler sogar erpresst wurden (Quelle): Bekommen die Käufer kein Preisnachlass, drohen sie mit einer schlechten Bewertung – gegen die sich der Verkäufer nicht mehr rechtfertigen kann! Von Seiten der Verkäufer kamen daraufhin Anwälte ins Spiel, damit die Händler noch eine kleine Chance haben, gegen die negativen Bewertungen vorzugehen. Erst nach massiven Beschwerden durch Händler revidierte Ebay sein Berwertungssystem leicht. Zwei Mal im Monat dürfen die Händler nun negative Bewertungen, die unangemessen und unfair sind, löschen lassen. Natürlich wird das Ganze erstmal von Ebay überprüft, ein Antrag muss gestellt werden. Außerdem muss auch der Käufer dieser Rücknahme zustimmen. Leider sind Händler mit diesem Bewertungssystem noch immer im Nachteil. Resultat: Ebay verliert dadurch Händler an andere Auktionshäuser.
Vorsicht auch bei Markenartikeln
Seit neuestem müssen auch Verkäufer von gebrauchten Markenartikel aufpassen: Eine Abmahnung über 1370 Euro für eine Ebay Auktion, die 40,50 Euro brachte waren kürzlich das Ergebnis einer solchen Auktion! Abmahnungen werden an diejenigen verschickt, die angeblich gegen das Urheberrecht verstoßen. Dieses besagt, dass gebrauchte Markenkleidung nicht bei Ebay verkauft werden darf. Arglose Privatverkäufer müssen sich nun mit Anwälten auseinandersetzen, obwohl eigentlich nur größere Händler in so einem Fall interessant sind. Eine Firma hat beipspielweise Lizenzen für ein bekanntes Modelabel. Nun werden Privatverkäufer von einer beauftragten Kanzlei abgemahnt und sollen eine hohe Strafgebühr bezahlen. Auch in anderen Ländern erworbene Artikel dürfen laut dieser Kanzlei nicht verkauft werden. Angeblich werden bei Ebay bis zu 90 Prozent Fälschungen verkauft. (Quelle)
Fazit: Wenn es weiter so geht wie bisher, hat Ebay keine guten Zukunftschancen. Händler wenden sich jetzt schon an andere Auktionshäuser oder kehren Ebay den Rücken. Wenn Ebay eine Mitglieder behalten will, muss sich einiges, vor allem im Bewertungssystem, nochmal ändern.
Sep 6, 2008 | In Web | No Comments »
Identitätsdiebstähle gab es schon lange vor dem Internet, aber erst durch das Internet und die neuen Möglichkeiten zum Mitmachen ist dies zu einer Bedrohung von jedermann geworden. Identitätsdiebstahl findet dort statt, wo bei jemandem seine persönlichen Daten, sein Name, seine Steuer- oder Sozialversicherungsnummer oder seine Kreditkartennummer für Betrugs- oder Verleumdungsakte verwendet werden.
Für die schönen neuen Netzwerke im Web 2.0 stellt sich immer öfter die Frage: Stimmt das denn überhaupt, was die User dort von sich geben? Sind die überhaupt echt? Für nicht kommerzielle Dienste wie Wikipedia ist das weniger ein Problem. Hier kann sich nur auf Dauer halten, was von der Gemeinschaft als qualitativ gut angesehen wird.
Doch bei den kommerziell orientierten Plattformen wie StudiVZ oder XING ist die Frage der Echtheit der Profile von großer Bedeutung, denn dies ist letztlich das Kapital dieser Dienste. Denn nur wenn dort echte Profile vorliegen und ein authentische Kommunikation der User stattfindet, dann sind diese Plattformen für Werbung und Weiterverkauf interessant.
Es gäbe zwar eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Echtheit der Profile zu prüfen. EBay praktiziert eine Schufa-Abfrage, Web.de schreibt die Kunden per Post an und verpflichtet auch zur Rückantwort per Post, bei einigen Diensten muss der User sich per SMS oder durch eine Miniüberweisung legitimieren. Bei Angeboten für junge Leuten, die Fun wollen und sich deshalb kommunikativ vernetzen, scheinen solche Prozeduren aber nicht durchsetzbar.
Hier kann man nur auf die Selbstverantwortung der Teilnehmer setzen. Diesen muss das Risiko des Identitätsdiebstahls klargemacht und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dies beinhaltet zum einen den zurückhaltenden Umgang mit den eigenen Daten. Vielen ist klar, dass man die Telefonnummer oder Adresse nicht jedem gibt, mit der E-Mail-Adresse ist man schon eher freigiebig. Aber auch mit dieser kann schnell jeder problematische Kommentare in Blogs und Foren hinterlassen. Auch Kontoinformationen sollten nur sehr restriktiv weitergegeben werden, denn es ist nicht schwer mit diesen Informationen Geld abbuchen zu lassen. Und Fotos auf digitaler Basis sollte man nur an sehr gute Freunde und Verwandte weiter geben und diesen auch einschärfen: keinesfalls ins Internet hochladen.
Wer hier umsichtig handelt, ist noch am ehesten gegen Identitätsklau geschützt.
Aug 8, 2008 | In Web | No Comments »
Google Maps ist der überall bekannte und sehr beliebte Dienst des Marktführers der Suchmaschinen: Google. Man kann hiermit schnell sehr genaue Karten von fast allen Punkten der Welt bekommen oder sich eine Route von einem Punkt zu einem anderen Punkt planen lassen.
Diese Karten gibt es als Zeichnungen und als Luftbilder. Einige Leute fänden es toll, wenn es passend zu der Karte Fotos der Gegend gäbe, für die sie sich interessieren. Das findet auch Google selbst und nachdem man schon die User motiviert hatte, eigene Bilder den Karten zuzuordnen, findet seit geraumer Zeit eine gezielte Schaffung von Umgebungsfotos statt: Google Street View.
Mehr als 40 Städte in den USA wurden bereits komplett abgelichtet und können auf diese Weise im Internet bei Google-Maps erkundet werden. Vor dem Besuch eines Ortes könnten sich die Touristen dann schon mal eine Unterkunft aussuchen sowie die Gegend erkunden, erklärte Google-Sprecher Stefan Keuchel diese Vorteile von Google-Street-View aus Firmensicht. Das klingt natürlich sehr überzeugend, aber bei Googles Plänen dauert es nicht lange, dann treten auch die Kritiker auf die Bühne.
Das ganze begann im Heimalland des Suchriesen in den USA. Unauffällige Autos fuhren durch alle Straßen und photographierten rund rum alles, was man sehen konnte: Häuser, Plätze, Autos und auch die Menschen, die gerade im Blickfeld der Kameras waren.
Dieses Konzept führte zu einigen kuriosen Effekten. Da man rein zufällig photographiert hatte, waren natürlich auch Fotos dabei, die für die Photographierten weniger lustig waren. So wurden Männer beim Pinkeln am Straßenrand oder beim Besuch von Pornokinos abgelichtet, Nummernschilder von Autos konnte man ebenso erkennen, wie die Gesichter von halb bekleideten Mädchen im Park liegenden. Auf http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,565099,00.html kann man sich hier weitere Infos recherieren und sich auf einer Beispielfotostrecken einige der gefundenen Kuriositäten ansehen.
Deshalb war man im Datenschutz-sensiblen Deutschland alles andere als begeistert, als hier die ersten Autos mit Google-Street-Views Kameras gesichtet wurden. Laut Spiegel werden zurzeit die Großstädte Berlin, München und Frankfurt abgelichtet. Wegen der Kritik der Datenschützer hat Google zugesagt, dass man alle Fotos vor der Veröffentlichung überprüfen und von unerwünschten Datenschutzverletzungen befreien würde. Also sollten die Gesichter verpixxelt und die Nummern von Autokennzeichen mit Balken versehen werden.
Aug 5, 2008 | In Web | No Comments »
Cuil ist ein neuer Versuch dem Suchmaschinen Marktführer Google Konkurrenz zu machen. Cuil ist vom Anspruch her eine neue Suchmaschine, die die Ergebnisse anders anzeigen will als Google, Yahoo und MSN. Man kann diese (teilweise von ehemaligen Mitarbeitern bei Google gegründete Suchmaschine) unter http://www.cuil.com selbst testen.
Was zunächst auffällt ist die spartanische Oberfläche. Man kann bei den Optionen auch nur recht wenig einstellen: Ob man eine Kindersicherung (Safe Search: Off oder On) und ob man Suchvorschläge (Typing Suggestions: Off oder On) haben will. Dann kann man wie bei Google Suchbegriffe einfach eintippen. Auch die Verwendung von Anführungsstrichen, um nach zusammenhängendem Text zu suchen, ist möglich.
Man erkennt schnell, dass die Suchmaschine Cuil (ausgesprochen wie das englische Cool) die englischsprachigen Seiten bevorzugt. Gibt man einen allgemeinen Oberbegriff ein, dann bietet Cuil Kategorien an, um die Suche zu verfeinern.
Die Suchmaschine Cuil ist erst wenige Tage aktiv und man sollte ihr noch Chancen für die Entwicklung geben. Innerhalb der Szene gibt es heftige Kritik wegen der mangelhaften Qualität der Suchergebnisse, der englischen Dominanz, der nicht nachvollziehbaren Verbindung von Bild und gefundener Website und der wenig nachvollziehbaren Kategorienbildung. Gelobt wird allgemein, dass Cuil nach eigenen Aussagen keine Benutzerprofile anlegt oder sonstige kritische Daten von Usern abspeichert. In letztet Zeit war dies dem Markführer Google von verschiedenen Seiten angelastet worden.
Ob es sich bei den Mängeln in den Suchergebnissen um Kinderkrankheiten handelt oder ob das Konzept nicht aufgeht, kann erst die weitere Zukunft zeigen. Man sortiere die Webseiten nach ihrem Inhalt, nicht nach ihrer Popularität, erklärte der Mitbegründer von Cuil Tom Costello in einem Interview mit dem Fachmagazin CNet. Damit wollte er wohl deutlich machen, das Google bestimmte Seiten in seinem PageRank-Verfahren bevorzuge, was seine Maschine anders mache. Allerdings stellt dieses Verfahren von Google sicher, dass ganz vorne die Webseiten stehen, die von anderen Webseiten mit hohem Rang häufig verlinkt werden. Dies Erfolgskonzept muss er erst mal toppen, um dem Marktführer Anteile abzujagen.
Aug 4, 2008 | In Web | 1 Comment »
Google Knol ist ein Angebot, das von manchem als Konkurrenz zur Wikipedia gesehen wird. Aber das Prinzip ist ein gänzlich anderes. Bei der Wikipedia schreiben eher unauffällige Autoren an einen gemeinsamen Text. Bei Google Knol schreib ein namentlich bekannter Autor seine Meinung zu einem Thema seiner Wahl und bestimmt die Rechte und Möglichkeiten von Mitautoren.
Google Knol gibt es zurzeit nur als Beta-Version. Man braucht ein kostenloses Google-Konto, um sich anzumelden. (http://knol.google.com/k#)
Das heißt: jeder kann sich anmelden und sofort mit dem Publizieren beginnen. Es gibt eine grafische Benutzeroberfläche, wie man sie von Internet-Anwendungen wie Blogs oder Google-Text und Tabellen her kennt. Man kann schon vorhandenen Text in ein großes Eingabefeld einfügen und diesen Text dann formatieren. Es gibt auch die Möglichkeit Links und Bilder einzufügen. Für versierte Benutzer ist es sogar möglich, HTML-Code zu gestalten.
Am Schluss einfach auf Save klicken und die Settings festlegen. Wichtig ist hier zunächst die Art der Bearbeitung: Kann nur der autorisierte Ersteller oder können auch andere die Knol-Beiträge editieren? Als nächstes sind die Urheberrechte zu bestimmen. Hier werden verschieden Modi der CC-Lizenz unterstützt. Als letztes muss man die Adsense-Einstellungen festlegen. Denn man kann mit Google Knol Geld verdienen. Es wird Werbung zu dem Beitrag dazu geschaltet und je nach Klickraten bekommt man dann Geld überwiesen.
Wer will, kann sein Profil noch ergänzen um ein Foto und Links zu seiner Homepage. Damit ist Knol ein mögliches Marketing-Instrument.
Es gibt zurzeit noch wenige deutsche Knols. Einer hiervon findet sich unter http://knol.google.com/k/rainer-meyer/web-20/3tb7aph9owrlo/2#
Es handelt sich um einen interessanten Text zum Web 2.0.
Aug 4, 2008 | In Web | No Comments »
Der beliebte Social Bookmark Dienst del.licio.us hat vor ein paar Tagen ein vollständiges Design Makeover erhalten und ist parallel auf die neue Domain delicious.com umgezogen. Damit entfällt die bisher etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise. Neben dem Design wurde außerdem die Suchfunktion verbessert die in der Vergangenheit leider recht schwach war.
Aug 4, 2008 | In Hosting | 2 Comments
Hostmonster und der ebenfalls vorgestellte Hosting Anbieter Bluehost sind im Besitz des gleichen Unternehmens. Beide bieten daher eine ähnliche Server Konfiguration an. Das aktuell günstigste Paket startet bei $6,95 pro Monat bei einer 24 monatigen Vertragslaufzeit. Wie bei vielen anderen amerikanischen Webhostern gilt auch für Hostmonster, je länger man das Hosting Paket bucht, desto mehr kann man sparen.
Hostmonster Hosting Paket:
- 1 Domain inklusive
- unbegrenzt Speicher
- unbegrenzt Traffic
- 100 MySQL 5 Datenbanken
- PHP5, Perl, Python, Ruby on Rails
- keine Einrichtungsgebühr
- $50 Google Adwords Gutschein
- $25 Yahoo Gutschein
- Uptime Garantie von 99,9%
- ab 6,95 $ / Monat
Hosting Features
Das Hosting Paket für $6,95 enthält bereits eine Domain. Eine zusätzliche Einrichtungsgebühr neben den monatlichen Hosting-Kosten von $6,95 fällt nicht an. Es können beliebig viele Domains dazu gebucht werden. Beachten Sie außerdem, dass die Option
Domain Privacy/Anonyme Domains bei Hostmonster kostenlos möglich ist.
Speicherplatz, Traffic und Scriptsprachen
Das Hosting-Paket ist gefüllt mit vielen Funktionen und Anwendungen, darunter auch unbegrenzt Bandbreite und Speicherplatz. PHP 5, Perl, Python und Ruby on Rails sind im Paket ebenfalls enthalten wie 100 MySQL-Datenbanken, eine unbegrenzte Zahl an E-Mail-Konten, CGI-Bin, CGI-Bibliothek, SSL, FrontPage-Erweiterungen, FTP-Zugang und viele mehr…. Mit SimpleScripts 1 Click-Installer können diverse Content Management Systeme wie Joomla, Wordpress, PHP Nuke in wenigen Schritten aufgesetzt werden.
Support
Läuft genauso ab wie beim Schwesterunternehmen Bluehost. Es gibt die Online Hilfe mit einem breiten Spektrum an Hilfethemen. Deren Nutzung ist oft der schnellste und einfachste Weg, um ein Problem zu lösen. Über das Hilfe-Center besteht außerdem die Möglichkeit, ein Support-Ticket zu starten das in der Regel innerhalb von 24 beantwortet wird.
Fazit & Empfehlung
Aufgrund der umfangreichen Hosting Funktionalitäten von Hostmonster werden sowohl die Bedürfnisse von kleinen als professionellen Websitauftritten problemlos abgedeckt. Zusätzlich für Hostmonster spricht die Uptime Garantie von 99,9%. Für Unternehmen die auf eine ständige Erreichbarkeit ihrer Website angewiesen sind, ein absoluter Pluspunkt!
Aug 3, 2008 | In Hosting | No Comments »
Godaddy ist ein Dienst den ich in der Vergangenheit des öfteren für Domainkäufe genutzt habe. Godaddy ist der weltweit größte Registrierungs-Service für Domains und bietet bei internationalen Domainendungen wie z.B. .info (ab $1,99 pro Jahr), .com (ab $7,49 pro Jahr) oder .tv (ab $17,99 pro Jahr) mit die günstigsten Preise überhaupt.
Was den meisten Nutzern allerdings eher unbekannt ist, Godaddy bietet neben Domains auch Webhosting an. Es handelt sich hierbei ebenfalls um sehr günstige Tarife, ausgehend von $3.86 pro Monat bei 2-jähriger Vertragslaufzeit. Aber auch wenn man sich nur für 2 Monate vertraglich bindet, sind die Kosten von $4,29 pro Monat bei derzeitigem Dollar Wechselkurs ein Schnäppchen.
Alle grundlegenden Funktionen sind im Hosting Basis Paket (Economy Plan) enthalten. 10 GB Speicherplatz, 300 GB monatlicher Traffic, 100 E-Mail-Konten, PHP 4 / PHP 5 sowie 10 MySQL Datenbanken. Als Bonus gibt es noch Gutscheine für Google Adwords ($20) sowie Microsoft AdCenter ($25) drauf. Vergleicht man die Pakete allerdings mit anderen US-Webhostern wird einem schnell klar, das die Pakete hinsichtlich Webspace und Traffic relativ mager ausgestattet sind. Daher auch der extrem günstige Preis.
Fazit:
Godaddy.com bietet bei Domains ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinsichtlich Hosting gibt es aber besser ausgestattete Anbieter wie z.B. Hostgator oder Bluehost.
Du hast bereits Erfahrungen mit dem Hosting oder Domains von Godaddy gesammelt? Dann sag uns deine Meinung. Testberichte werden im Anschluss an diesen Beitrag gerne veröffentlicht.
Jul 29, 2008 | In Content Management | No Comments »
Mit dem Open-Source Content Management System Drupal kann eine breite Palette von Webseiten realisiert werden, unter anderem persönliche Homepages, E-Learning-Anwendungen oder aufgrund der umfangreichen Community Funktionalitäten auch Web 2.0 Portale. Insbesondere eignet sich Drupal, um größere Webseiten z.B. mit mehreren Sprachversionen zu erstellen, da die Möglichkeit besteht, Sprachdateien zu importieren und parallel zu betreiben.
Idee der Drupal-Entwickler ist es vor allem, weltweit Einzelpersonen und Gruppen ein einfach zu bedienendes System für die gemeinsame Contentproduktion und den Informationsaustausch via Internet zur Verfügung zu stellen. Die Software bietet dazu unter anderem Web 2.0-Funktionen wie Blogs, Foren, Beitragskommentierung, Umfragen und Formulare, Up- und Download von Dateien oder News Feeds. Multimediale Inhalte können auch ohne Programmierkenntnisse erstellt werden.
Insgesamt ist Drupal nach einer gewissen Einarbeitungszeit relativ einfach zu handhaben. Das System kann mit zahlreichen unterschiedlichen Kern- und Zusatzmodulen flexibel konfiguriert und erweitert werden; eine eigene Skriptsprache (wie z. B. TypoScript bei Typo3) muss dazu nicht erlernt werden. Auch erlaubt Drupal im Gegensatz zu anderen CMS wie Joomla beispielsweise die Versionsverwaltung von Beiträgen und die individuelle Festlegung von Zugriffsrechten und Benutzerrollen.
Ein Nachteil von Drupal – vor allem für unerfahrene Anwender – ist es, dass Tutorials und Handbücher bislang größtenteils nur in englischer Sprache verfügbar sind. Für die Erstellung von komplexen Webseiten (z. B. Firmenwebsites) bieten sich zudem eher „mächtigere“ Systeme wie beispielsweise Typo3. Ebenso empfiehlt sich für die Erstellung eines einfachen Blogs eher spezielle Blog-Software wie WordPress: Hier sind bestimmte Funktionen (u.a. Trackbacks) bereits vorkonfiguriert und es stehen mehr Themen für das Layout zur Verfügung.
Webtipps:
http://www.drupal.org (internationale Community)
http://www.drupalcenter.de (deutsche Community)
Jul 27, 2008 | In Content Management | 1 Comment »
Joomla ist eine Weiterentwicklung des Content Management Systems (CMS) Mambo und als Open Source-Software frei verfügbar. Mit den Funktionalitäten von Joomla können sowohl kleinere private als auch größere Webprojekte (z. B. Internetportale) realisiert werden. Dazu gehören beispielsweise ein Menü-Manager und Module, mit denen Komponenten wie Umfragen, Linksammlungen, News Feeds und Suchfunktionen integriert werden können. Aber auch Templates zur Anpassung des Webdesigns sind im Funktionsumfang enthalten. Mit Hilfe eines so genannten WYSIWYG-Editors können Inhalte mit Joomla auch von Personen mit geringen Programmierkenntnissen leicht erstellt werden.
Großer Vorteil von Joomla ist, dass die Funktionalitäten ohne große Einarbeitungszeit und benutzerfreundlich gehandhabt sowie flexibel erweitert werden können (z. B. Blogs, Chats und Foren, Bildergalerien, Newsletterfunktion). Zusätzliche Plugins wie beispielsweise bei der auch als CMS nutzbaren Blog-Software WordPress sind nicht nötig. Zudem wird Joomla ständig verbessert: Derzeit besteht eine große Online-Community aus mehr als 150.000 Anwendern und Entwicklern, die über neue Funktionen informiert, Erweiterungen zum Download zur Verfügung stellt und bei Problemen unterstützt (z. B. Installationsanleitungen, Tutorials).
Zwar ist die Inhaltsverwaltung mit Joomla durch die einfache Organisationsstruktur in Bereiche und Kategorien sehr übersichtlich; sehr komplexe Webprojekte, die eine auch eine aufwändigere Struktur benötigen, können jedoch nur eingeschränkt realisiert werden. Auch kann Joomla lediglich eine Domain verwalten, während beispielsweise beim umfangreicheren CMS Typo3 nur eine Installation für mehrere Domains benötigt wird. Ein weiterer Nachteil ist, dass Joomla im Gegensatz zu anderen CMS (z. B. Drupal) nicht die Möglichkeit bietet, bei der Benutzerverwaltung individuelle Anwenderrechte zu vergeben.