Sep 13, 2009 | In Web | No Comments »
Einig waren sich die Wahlkampfstrategen schnell: Obamas Online Wahlkampf hat Maßstäbe gesetzt, von denen es zu lernen gilt. Und sie lernen immer noch.
Die Online Angebote der etablierten Parteien offenbaren schnell, worin das fundamentale Missverständnis besteht: Das Internet wird im Wesentlichen als weiteres Medium neben TV, Radio und Presse verstanden, in dem Wahlkampfbotschaften verbreitet werden können. Wenn überhaupt Ansätze von interaktiven Inhalten vorhanden sind, wird der Internetuser nicht als Diskussionspartner angesprochen sondern als eine Art digitaler Wahlplakatkleber, der für einfache Unterstützungsdienste angeworben werden soll.
Im Zentrum des Online-Wahlkampfs der CDU steht das Portal www.team2009.de. Was kann der User da tun? Er kann sich als freiwilliger für eine Telefonwerbeaktion registrieren lassen oder sein Bild in eine Unterstützer-Galerie für Angela Merkel aufnehmen lassen. Ansonsten kann er altbekannte Werbebotschaften konsumieren. Ach ja, geduzt wird er auch gleich. So einfach ist das: „Wählen Sie Angela Merkel!“ ist klassische Werbung „Wähle Angela Merkel!“ ist moderne Online-Kommunikation. Muss man auch erstmal drauf kommen!
Die SPD versucht Ihr Online-Glück auf www.meinespd.net mit ähnlichem Erfolg und mit gleichen Methoden. Wer das tun mag, kann sich auch hier als Unterstützer des Kanzlerkandidaten registrieren lassen und den Satz „Ich wähle Frank-Walter Steinmeier, weil…“ vervollständigen. Gegenwärtig liegen noch keine Berichte vor, dass der Server angesichts dieses sensationellen Angebots unter der Userlast zusammengebrochen ist.
Auch die drei Oppositionsparteien sind mit den Portalen www.mitmachen.fdp.de , www.meinekampagne.gruene.de und www.linksaktiv.de mit von der Partie.
Unfair wäre es allerdings, die Parteien darauf zu verweisen, dass die Piratenpartei ihnen doch vormacht, wie es geht. Parteiprogramme sind schwer zu vermitteln und wer de facto keines hat, ist in dieser Hinsicht klar im Vorteil: http://wiki.piratenpartei.de/images/2/20/Parteiprogramm_LaTeX.pdf lautet das diesbezügliche Angebot der Piraten, und das ist im Internet natürlich sehr gut kommunizierbar, da es sich nahezu ausschließlich mit dem Thema Internet beschäftigt. Die Piratenpartei genießt im Internet Heimvorteil. Das öffentliche Interesse an dieser Partei stieg stark an, als sie sich an die Spitze der Opposition gegen das Gesetz über Internetsperren setzte. Diese starke Fokussierung auf ein Thema erlaubt es der Piratenpartei, ihr Portal www.piratenpartei.de für freie Diskussionen zu öffnen. Hier ist der harte Kern Internetcommunity unter sich und diskutiert über die Freiheit des Internets. Meinungsfreiheit ist schön, wenn alle meiner Meinung sind!
Jul 5, 2009 | In Mobil surfen | No Comments »
Moobicent gehört mit der Mobile-DSL-Flat ebenfalls zu den Anbietern, die reine Datentarife günstiger als die Netzbetreiber anbieten möchten. Die Flatrate schlägt mit monatlich 29,95 Euro zu Buche, allerdings muss sie über einen Zeitraum von mindestens 24 Monaten abgeschlossen werden. Im Vergleich dazu ist das Angebot von Simplydata bereits deutlich günstiger, nur 19,95 Euro pro Monat und das ohne Vertragslaufzeit.
Zur Mobile-DSL-Flat gibt es verschiedene Hardware subventioniert dazu, ein USB-Surf Stick mit einer Maximalgeschwindigkeit von 7,2Mbit/s kostet einmalig 49 Euro. Diese Geschwindigkeit kann in einigen Ballungsgebieten sogar tatsächlich erreicht werden. Moobicent funkt im Vodafone-Netz, das ähnlich gut ausgebaut ist wie das T-Mobile-Netz. Auch in den meisten ländlichen Gebieten sind nun tatsächlich Geschwindigkeiten um die 3,6Mbit/s möglich und in den wenigen noch nicht erschlossenen Gebieten ist immerhin das Surfen mit UMTS-Geschwindigkeit möglich (384kbit/s im Download). Als Alternative zu dem Surf Stick gibt es eine PCMIA-Karte für Laptops als Hardware dazu. Diese kostet ebenfalls 49 Euro einmalig.
Allerdings ist das Angebot gar nicht so günstig, wie es zunächst scheint, Moobicent schlägt bei den allgemeinen Servicegebühren zu. Eine einfache Rücklastschrift kostet bereits mehr als 18 Euro, wird dadurch die Karte gesperrt, fallen noch einmal 18 Euro an. Außerdem wird eine einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 24,95 Euro erhoben. Somit ist das Angebot von Moobicent auf den ersten Blick attraktiv, aber gerade bei den Gebühren und den Vertragslaufzeiten bleibt es doch deutlich hinter den Angeboten der Konkurrenten wie Simplydata oder Mobook zurück, da diese transparentere Gebühren und geringere Vertragslaufzeiten haben. Dafür ist die Hardware bei Moobicent aber günstiger als bei Simplydata.
» zur Moobicent Website
Jun 6, 2009 | In Mobil surfen | 1 Comment »
Simplytel, eine Drillisch-Tochter, rühmt sich derzeit, den günstigsten Datentarif für die Mobilfunknetze zu besitzen. In den ersten sechs Monaten gibt es die Simplydata Flatrate für 19,95 Euro monatlich, ab dem siebten Monat kostet die Flatrate dann 29,95 Euro monatlich. Allerdings gibt es – und das ist weitgehend einzigartig – keine feste Vertragslaufzeit, der Vertrag lässt sich jederzeit mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen, theoretisch ist es also möglich, die ersten sechs Monate von der reduzierten Grundgebühr zu profitieren und danach den Vertrag zu kündigen.
Simplydata nutzt zur Datenübertragung das T-Mobile-Netz, welches zu den am weitesten entwickelten Netzen in Deutschland gehört. Mit einem passenden Surf Stick oder einem anderen kompatiblen Endgerät können in nahezu allen Gebieten Deutschlands Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Mbit/s erreicht werden, in einigen Ballungsgebieten (hauptsächlich Großstädte) sind sogar 7,2 Mbit/s möglich.
Simplydata denkt auch an Leute ohne passende Hardware. Für nur 59,95 Euro einmalig kann ein USB-Surf Stick erworben werden. Hersteller ist in diesem Fall T-Mobile und dieselbe Variante ist bei der Telekomtochter ab 69,95 Euro zu erwerben. Mit dem Surf Stick ist eine maximale Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s möglich. Alternativ gibt es das Netbook LG X110e für 359 Euro einmalig oder ab 14,96 Euro im Monat mit dazu.
Zwei kleine Mankos gibt es allerdings, sobald mehr als fünf Gigabyte Übertragungsvolumen erreicht werden, drosselt T-Mobile die Geschwindigkeit auf ISDN-Niveau (64kbit/s im Download) und bei Abschluss des Vertrages werden einmalig 24,95 Euro fällig. Insgesamt ist das Simplydata-Angebot aber eines der besten, die sich derzeit auf dem Markt befinden.
» zur Simply Data Website
Jun 6, 2009 | In Mobil surfen | 1 Comment »
O2 gehört zu den wenigen Anbietern, die tatsächliche Prepaid-Tarife für die mobile Datennutzung anbieten und zwar nach einem recht einfachen Modell. Der Kunde muss zunächst den USB-Surf Stick von O2 erwerben, der einmalig 69,99 Euro kostet. Dafür ist aber ein ganzer Monat Surfen inklusive. Dies entspricht dem Internet Surf Pack L. Danach können insgesamt drei unterschiedliche Pakete und eine Tagesflatrate gebucht werden, je nachdem, wie viel Geld auf dem Prepaidkonto aufgeladen wurde.
Für 5 Euro im Monat gibt es 30MB Übertragungsguthaben, für 10 Euro gibt es bereits eine Flat, bei der aber die Geschwindigkeit ab dem 201. Megabyte auf GPRS bzw. ISDN-Niveau gedrosselt wird und für 25 Euro gibt es eine vollwertige Flatrate, die erst nach 5 GB herunter gedrosselt wird. Damit gehört O2 zu den günstigsten Anbietern. Der USB-Surf Stick, der erworben werden muss, ist prinzipiell identisch mit dem der anderen Anbieter, maximal 7,2 Mbit/s sind möglich.
O2 Surfstick im Vergleich:
| Anbieter |
Netz |
Down-/
Upstream |
Kosten |
Besonderheit |
Mehr Infos |
O2
 |
O2 Netz |
7200 / 1450 kbit/s |
25 € pro Monat |
Surf Stick für 69,99 €
Online Vorteil: 1 Monat surfen inklusive
|
 Tipp für Vielsurfer |
Fonic
 |
O2 Netz |
3600 / 1450 kbit/s |
2,50 € pro Tag |
Surf Stick für 75,95 €
Online Vorteil: 5 Tage surfen inklusive
|
 Tipp für Gelegenheitssurfer |
Simplydata
 |
T-Mobile Netz |
7200 / 1450 kbit/s |
19,95 € pro Monat (erste 6 Monate), danach 29,95 € monatlich |
Surf Stick für 59,00 €
Anschlussgebühr 24,95 € |
 |
T-Mobile
 |
T-Mobile Netz |
7200 / 1450 kbit/s |
4,95 € pro Tag |
Surf Stick für 69,95 €
10,- € Startguthaben
Online Vorteil: keine Versandkosten
|
 |
May 27, 2009 | In Mobil surfen | No Comments »
Web’n’Walk Plus ist die zweite Variante der T-Mobile Tarife, die nur mit einer zusätzlichen Datenoption funktionieren. Die Grundgebühr beträgt bei diesem Tarif allerdings 9 Euro und nicht 5 Euro wie beim Connect Tarif. Auch beim Plus-Tarif muss eine Datenoption dazugebucht werden. Standardmäßig eingestellt ist die L-Variante, die eine Flatrate für 34,95 Euro monatlich zusätzlich enthält. Nach den ersten sechs Monaten kann der Tarif dann auch auf eine der günstigeren Optionen umgestellt werden, entweder in Data30 für 10 Euro monatlich mit 30MB Volumen oder in die M-Option mit 300MB Inklusivvolumen für 19,95 Euro monatlich.
Die zusätzlich buchbaren Optionen entsprechen exakt denen aus dem Web’n’Walk Connect Tarif, sogar die Preise sind gleich. Der einzige tatsächliche Unterschied, der auch die höhere Grundgebühr begründet, ist eine deutlich bessere Subventionierung, wenn Hardware dazu benötigt wird. Im Plus-Tarif gibt es den T-Mobile web’n'walk Stick IV für 19,95 Euro mit dazu, im Connect-Tarif kostet der Stick 159,95 Euro.
Wenn tatsächlich Hardware benötigt wird und sowieso ein hohes Datenvolumen geplant ist, bietet sich der Web’n’Walk Plus Tarif wirklich an, da das Sparpotential bei der Hardware dann genutzt werden kann. Soll nur wenig gesurft werden, ist die Connect-Variante die bessere Lösung, auch wenn die Hardware mehr kostet, denn im Plus-Tarif müssen über die ersten sechs Monate die Kosten für die Flatrate (34,95 Euro) getragen werden und der Preisvorteil hebt sich auf.
Für Vielnutzer ist der Plus-Tarif gut geeignet und durch den sehr guten Netzausbau der Telekom sollte auch überall eine recht schnelle Internetverbindung zu Stande kommen. Die verschiedenen Tarifoptionen lassen sich nach maximal sechs Monaten wechseln und so bietet auch der Plus Tarif eine hervorragende Flexibilität.
Onlinebuchung: Web’n’Walk Plus
May 26, 2009 | In Mobil surfen | No Comments »
Der Web’n’Walk Connect L-Tarif ist der größtmögliche buchbare Tarif von T-Mobile. Enthalten ist eine zeitlich unbegrenzte Internetnutzung, allerdings drosselt T-Mobile die Geschwindigkeit auf ISDN-Niveau (64kbit/s Download und 16kbit/s Upload), wenn der Nutzer die Grenze von 5GB Übertragungsvolumen überschreitet.
Der Connect L-Tarif muss über eine Laufzeit von mindestens 24 Monaten abgeschlossen werden, die monatlichen Kosten betragen 39,95 Euro. Wird der Vertrag online abgeschlossen, fallen die ersten zwei Monate keine Grundgebühr an, außerdem entfällt der Bereitstellungspreis von 24,95 Euro. Vorteil des Tarifes ist der hervorragende Netzausbau von T-Mobile. Beinahe deutschlandweit lässt sich immerhin HSDPA mit bis zu 3,6Mbit/s nutzen und in den wenigen Netzlücken ist immer noch UTMS mit 384kbit/s möglich.
Faxe lassen sich mit den Connect L-Tarif für 22-50 Cent pro Minute verschicken, eine SMS kostet 19 Cent. Wie auch beim kleineren Bruder, dem Connect-M Tarif lassen sich diverse Zusatzoptionen dazubuchen, beispielsweise ein Roaming-Pass, mit dem für 14,95 Euro am Tag 50MB aus ausländischen Netzen übertragen werden können. Allerdings ist der Connect-L Tarif eine recht teure Angelegenheit, auch wenn das Netz gut ausgebaut ist. Bei Discountern wie Simply oder MoobiAir, die ebenfalls im T-Mobile Netz funken, ist eine Flatrate deutlich günstiger zu erhalten.
Die Flatrate von T-Mobile ist an sich eine hervorragende Sache, allerdings im Vergleich zu den Discountern schlicht und einfach zu teuer. Allerdings hat T-Mobile ein gut ausgebautes Service Netz und bei Problemen kann schnell und kompetent geholfen werden. Ob das bei den Discountern auch so ist, wird sich erst noch zeigen. Wer also Wert auf Service und Verfügbarkeit legt, wird mit dem Connect L-Tarif gut surfen können.
Onlinebuchung: Web’n’Walk Connect L-Tarif
May 26, 2009 | In Web | No Comments »
Jeder User kennt die so hilfreichen Suchmaschinen im Internet und natürlich kennt auch jeder Google. Doch gerade diese Plattform bekommt nun einen neuen Konkurrenten namens Wolfram Alpha.
Doch worin unterscheidet sich nun Wolfram Alpha von Google?
Der geistige Vater dieses gigantischen Projektes ist der britische Physiker und Mathematiker Stephen Wolfram. Schon sehr früh wurde er als „Wunderkind“ bezeichnet. Seine Genialität scheint sich wirklich als bewiesen herausgestellt zu haben, denn bei seinem Projekt handelt es sich genau genommen um ein mathematisches Softwarepaket das in der Lage ist, Fragen im Web rechnerisch zu beantworten. Der Erfinder von „Mathematica“ arbeitet hierzu mit einem Team von ca. 100 hochqualifizierten Mitarbeitern an der wohl revolutionärsten Suchmaschine.
Die Fragen zu allen beliebigen Themen und Bereichen können sogar in verschiedenen Sprachen gestellt werden. Aus dieser Frage erstellt die Software im Anschluss einen Berechnungs-Term, welches die Ergebnisse herausfiltert.
Ja, die Welt des Wissens ist wohl tatsächlich berechenbar. Zur Berechnung werden, laut Aussage des Teams, Built- In- Algorithmen und eine ständig wachsende Datenbank genutzt. Mit der Funktionalität dieser Methode kann Wolfram Alpha ein gut fundiertes Expertenwissen an ein möglichst breites Spektrum interessierter Menschen aller Berufe oder Bildungsniveaus weitergeben und vermitteln.
Seit dem 16. Mai 2009 ist diese weltweit mit Spannung erwartete Suchmaschine für jeden frei verfügbar.
Bei der Entwicklung von „Mathematica“ hat es sich Wolfram Alpha eindeutig zum Ziel gesetzt, als wichtigster Meilenstein der intellektuellen Leistung in die Geschichte des 21. Jahrhunderts einzugehen. Eine hohe Anforderung!
Mehr als 20 Jahre akribische Forschung und Entwicklung werden nun auf die Probe gestellt. Über 10 Billionen Daten, 50.000 verschiedene Algorithmen sowie die sprachlichen Fähigkeiten von mehr als 1000 Domains sollen von Wolfram Alpha verarbeitet werden und dabei die neue Zeitalter der Web- und Computertechnologie einläuten.
Bleibt bei aller aufwendigen Vorbereitung und wissenschaftlichen Forschungs- und Rechenarbeit sehr zu wünschen, dass dieses bislang einmalige System halten kann was es verspricht. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg!
Weitere Meinungen zu Wolfram Alpha:
Netzwertig.com
Yeebase.com
blog.lilu24.de
May 22, 2009 | In Mobil surfen | No Comments »
Das iPhone hat mit dem Google G1 ernsthafte Konkurrenz bekommen. Aber welches der beiden Mobiltelefone ist das bessere? Beide haben ihre Vor- und Nachteile und beide sammeln gerne Daten. Während mit dem G1 sogar komplette Bewegungsprofile erstellt werden können, beschränkt sich das iPhone auf das gelegentliche Abspeichern von kompletten Bildschirmfenstern.
Beide arbeiten mit einem Touchscreen, aber das G1 verfügt zusätzlich auch noch über einen ausklappbare Tastatur. Nutzer, die schnell und ohne viele Umwege Emails schreiben möchten, werden mit dem G1 wohl mehr Freude haben, mit ein wenig Einarbeitungszeit ist das Schreiben aber auch über die Bildschirmtastatur vom iPhone problemlos möglich und die angezeigten Tasten sind groß genug. In einem Punkt hat das G1 aber klar die Nase vorn. Das integrierte Android-Betriebssystem unterstützt Multitasking, es kann also mehr als eine Anwendung gleichzeitig laufen. So können auch Daten von der einen in die andere Anwendung kopiert werden. Das iPhone bietet diese Möglichkeit nicht, immer nur eine Anwendung kann genutzt werden, die Copy&Paste-Funktion fehlt völlig.
In puncto Zusatzapplikationen hat das iPhone derzeit noch die Nase vorn, durch die längere Verfügbarkeit gibt es eine größere Auswahl, die aber durch Apple stark kontrolliert wird. In den AppStore dürfen nur Applikationen, die Apple vorher freigegeben hat. Der AndroidMarket bietet (noch) eine kleinere Auswahl, aber dafür darf jeder Anbieter darauf seine Applikationen anbieten. Bei der Synchronisation von Inhalten hat dafür das iPhone die Pole-Position, es ist kompatibel mit Microsoft Exchange und auch die Synchronisation von Daten mit dem PC ist mit wenigen Klicks erledigt. Beim G1 ist diese Funktion schlicht und einfach nicht vorgesehen, alle Daten sollen am liebsten bei Googles verschiedenen Diensten online abgelegt werden.
Insgesamt hat das G1 hinsichtlich der verwendeten Technik die Nase vorn, gerade im Privatanwenderbereich. Allerdings punktet das iPhone durch die Synchronisationsfunktionen im Business-Bereich. Sieger nach Punkten ist also das G1, auch wenn der Datenhunger von Google immer noch bedenklich ist.
May 22, 2009 | In Mobil surfen | No Comments »
Für das Google G1 Handy bietet T-Mobile eine Vielzahl von verschiedenen Tarifen an, für die Grundgebühren in Höhe von 24,95€ – 119,95€ anfallen. Die Verträge lassen sich wahlweise mit Flatrate-Tarifen oder Inklusivminuten-Tarifen abschließen.
Die günstigste Tarifvariante ist der Combi Flat XS-Tarif, für den eine monatliche Grundgebühr von 24,95€ anfällt. Im Preis inbegriffen sind 200 MB Datenverkehr über HSDPA, ein Wert, der beim G1 recht schnell erreicht werden sollte, bietet es doch einen echten Internetbrowser und volle Online-Funktionalität. Eine Flatrate gibt es in diesem Tarif nur am Wochenende, dann sind alle Gespräche ins T-Mobile-Netz und ins deutsche Festnetz kostenlos. Ansonsten fallen 29 Cent pro Minute an, eine SMS kostet 19 Cent. Der zweitgünstigste Tarif ist der Combi Relax 60, hier sind ebenfalls 200MB Datenvolumen enthalten, außerdem aber noch 60 Freiminuten für Telefongespräche. Jede weitere Minute kostet dann ebenfalls 29 Cent.
Bei den Combi Flat-Tarifen gibt es noch drei weitere Varianten. Der Combi Flat S-Tarif kostet 44,95€ im Monat und enthält eine Datenvolumenflatrate mit der üblichen Drosselung ab 5GB. Dazu kann der Kunde aussuchen, ob er kostenlos ins T-Mobile oder ins deutsche Festnetz telefonieren möchte, außerdem ist der SMS-Versand ins T-Mobile-Netz inklusive. Im Combi Flat M-Tarif für 59,95€ im Monat sind zusätzlich Telefonate ins deutsche Festnetz und ins T-Mobile-Netz enthalten und im teuersten Tarif Combi Flat L für 119,95€ pro Monat sind Gespräche in alle Netze und 3.000 SMS im Rahmen der Grundgebühr abgedeckt.
Die Combi Relax Tarife bieten ebenfalls noch drei weitere Möglichkeiten: Combi Relax 120, 240 und 1200. In allen Tarifen ist eine Flatrate für die Onlinenutzung enthalten, und je nach gewähltem Tarif zwischen 120 und 1200 Freiminuten. Die monatlichen Kosten betragen für den Combi Relax 120 49,95€, für den Combi Relax 240 69,95€ und für den Combi Relax 1200 89,95€ im Monat.
Die Wahl des richtigen T-Mobile Tarifs richtet sich nach dem individuellen Telefonierverhalten, allerdings sollte zumindest der günstigste Tarif mit Online Flatrate gewählt werden, weil das G1 automatisch auf die neueste Softwareversion aktualisiert und sich diese Funktion nicht abschalten lässt.
May 22, 2009 | In Mobil surfen | 2 Comments
Das Google Handy G1 nutzt ein spezielles Betriebssystem namens Android. Dieses wurde zum ersten Mal Ende 2007 als Reaktion auf das iPhone von Apple angekündigt. Das Android-Betriebssystem wird von der Open Handset Alliance entwickelt, zu der neben Google auch Branchengrößen wie HTC (Hersteller des G1), T-Mobile, Motorola, LG, Sony-Ericsson und Vodafone gehören. Die Besonderheit des Systems liegt in der Lizenzvergabe, Teile des Projektes sind quelloffen unter der Apache 2.0 Lizenz veröffentlicht und dürfen kostenlos beliebig von Drittanbietern verwendet werden.
Dazu kommt, dass Android eine spezielle Form von Java nutzt, die sich durch eine virtuelle Maschine auch ohne Lizenzgebühren nutzen lässt. Dadurch wird die Implementierung von Java-Code deutlich kostengünstiger und gerade das macht das Android-Betriebssystem so interessant. Entsprechende Schnittstellen für die Entwicklung von Programmen stellt Google kostenlos zur Verfügung, so dass bereits zum Marktstart vom G1 in den USA Ende Oktober 2008 mehr als 160 fertige Applikationen zur Verfügung standen. Die Möglichkeiten zur Nutzung von Android sind beinahe unendlich. Die einzelnen Programme innerhalb des Systems sind gleichberechtigt und so kann der technisch versierte Nutzer sogar ein eigenes Programm zum Schreiben von Kurznachrichten installieren und so das standardmäßig vorhandene ersetzen. In älteren Androidversionen musste der Nutzer über einen Google-Account verfügen, um das G1 zu aktivieren, inzwischen ist diese Funktion wegen Datenschutzbedenken abgeschaltet und die Registrierung auch ohne Account möglich.
Neben dem G1 Handy werden 2009 noch einige weitere Modelle auf den Markt kommen, die das Android-Betriebssystem nutzen. Bei Vodafone wird demnächst das HTC Magic in den Regalen stehen, im Sommer bringt O2 das erste Samsung Handy mit Android, Mitte 2009 will auch der Navi-Hersteller Garmin ein Handy auf Androidbasis vorstellen. Android ist ein Betriebssystem mit bisher noch ungeahnten Fähigkeiten und zukünftig wird es vermutlich immer mehr Hersteller geben, die auf Android setzen, weil es im Gegensatz zu anderen Systemen größtenteils quelloffen ist und deswegen entsprechend viele Applikationen verfügbar sind.