Green Hosting – Webhosting mit Ökostrom

Das Internet ist leider keine besonders energiearme Aktivität. Die Rechner der Nutzer, Provider, Suchmaschinen wie Google und Hosting Anbeiter sorgen für einen gewaltigen Stromverbrauch. Damit trägt das Internet mit zur globalen Erwärmung bei, den die energieverschlingenden Rechenzentren sind alles andere als effektiv und energievermeidend organisiert. Hier im Sinne einer klimaverträglichen Zukunftsvorsorge tätig zu werden, könnte ein Vorbild und kundenbindend sein.

Viele Hosting Abieter haben diesen Trend der Zeit erkannt und werben für sich mit klimafreundlichen Maßnahmen:

Domainfactory bietet “klimafreundlichen Hosting”. Man habe sich hier vom Klimaconsulting-Unternehmen ClimatePartner beraten lassen, welche CO2-Emissionen durch Domainfactory verursacht werden. Es gehe sowohl um den Stromverbrauch wie auch um den Energieverbrauch anderer unternehmensbedingte Aktivitäten (Fahrten der Mitarbeiter zur Arbeit, Geschäftsreisen und Heizkosten).Hier sei es das Ziel, diese Emissionen durch Einsparung an anderer Stelle zu kompensieren und das im gleichen Umfang. Domainfactory will dies durch Kauf von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungszertifikaten für ein Windkraft-Projekt in Indien erreichen.

zum Anbieter: Domainfactory

Strato stellt fest, dass der Energieverbrauch des Providers pro Kunde inzwischen um 30 Prozent gesenkt werde konnte, und setze hierzu das Green Grid zwecks Steigerung der Energieeffizienz ein. Außerdem beziehe man den Strom von der NaturEnergie AG, die diesen TÜV-zertifiziert ausschließlich aus CO2-freier und umweltfreundlicher Wasserkraft erzeuge.

zum Anbieter: Strato

Auch Host Europe bezieht zu 100 % den Strom aus regenerativen Energiequellen. Dies werde nach dem RECS (Renewable Energy Certificate System) international anerkannt zertifiziert. Man nutze diese Energie auch sehr effizient: Ein neues Rechenzentrum biete 30 Prozent höhere Energieeffizienz im Vergleich zu Rechenzentren herkömmlicher Bauart. Freie Kühlung reduziert den Energiebedarf um weitere 33%. Host Europe erzielt damit eine Energie-Einsparung von mehr als 4.000 MWh jährlich.

zum Anbieter: Hosteurope

1&1 sieht sich als erster deutscher Webbhoster, der ausschließlich Strom aus Wind-, Wasserkraft und Sonnenenergie – also aus erneuerbaren Quellen beziehe. Auch hier ist RECS das Zertifikat. Den grünen Strom beziehe man von den Stadtwerken Karlsruhe. Darüber hinaus setze man besonders effiziente Netzteile in den Rechnern mit weniger als 20 Prozent Wärmeverlust ein und verzichte bei den Servern auf überflüssige Komponenten. Auch die Software könne helfen, Strom zu sparen: Das Webhosting-Betriebssystem sei hierfür auf Basis einer Linux-Distribution selbst optimiert worden.

zum Anbieter: 1und1

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3 Comment(s)

  1. Ist zwar ein Hoster aus Österreich.

    http://www.serverland.at

    wird mit Strom der Ökostrom AG betrieben.

    Robert | Nov 12, 2008 | Reply

  2. Mit biohost.de bieten wir schon seit 2006 Ökostrom-Hosting und waren damit einer der ersten Provider die diesen Trend erkannt haben. Unseren Strom für die Technik (Server, Klima, etc.) und Büroräume beziehen wir von Greenpeace-Energy e.G. Besonders hervorheben möchte ich, daß Greenpeace-Energy sowohl auf die Augenwischerei des RECS-Stroms, als auch auf Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung verzichtet. Zu dem RECS sollten Sie folgendes Positionspapier beachten:
    http://www.greenpeace-energy.de/data/dateien_download/hintergrund/Positionspapier_von_Greenpeace_Energy_zu_RECS.pdf

    Lars-Helge Wilbrandt | Nov 19, 2008 | Reply

  3. Ökostrom war zwar nicht das Hauptargument, mich für einen Hoster zu entscheiden. Wenn ich dann aber zwei identische Angebote habe und einer Hoster Ökostrom verwendet. Spielt diese ökologische Tatsache doch eine entscheidende Rolle für mich.

    Bin dann zu Goneo gegangen. Sind preislich Top und bieten Ökostrom.

    Sven | Oct 2, 2009 | Reply

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